ADAC-Affäre schlägt hohe Wellen

Die Affäre um die Wahlmanipulationen zum ADAC-Preis “Gelber Engel” ziehen weitere Konsequenzen nach sich. Es werden zunehmend kritische Stimmen laut, die auch andere Statistiken des Automobilclubs anzweifeln. Experten der Branche bringen nun die Pannenstatistik des ADAC ins Gespräch und kritisieren das Vorgehen bei der Erhebung der Zahlen.

 

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Pannenstatistik entspricht nicht der Realität

Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen ist ein bekannter Kritiker des ADAC. Dudenhöffer wirft dem Automobilclub vor, sich abzuschotten, eine Kontrolle gebe es nicht, dafür Verflechtungen, sodass der ADAC nicht unabhängig sei. Zudem sei der Club selbstherrlich und arrogant. Nun nimmt sich der Kritiker die Pannenstatistik des ADAC vor, die seit 36 Jahren regelmäßig erstellt wird. Die Werte bilden die Realität nicht korrekt ab, so sein Vorwurf, da sie die sogenannte Mobilitätsgarantie der Fahrzeughersteller nicht berücksichtigen. Hierbei benachrichtigen die Autofahrer im Falle einer Panne nicht den ADAC, sondern den jeweiligen Autobauer.

ADAC in Pannenservice und Wirtschaftsunternehmen aufteilen

Dieser gibt zwar oft die Meldung an den ADAC weiter, mit dem oft zusammengearbeitet wird, doch da die Mobilitätsgarantie greift, gehen diese Pannen nicht in die Statistik des ADAC ein. Die jeweilige Automarke steht in der viel beachteten Pannenstatistik also besser da als in der Realität. Dudenhöffer fordert nun, den ADAC in ein kommerzielles Wirtschaftsunternehmen und einen nichtkommerziellen Pannenservice, der sich durch die Beiträge der Mitglieder finanziert, aufzuteilen. Die Struktur des Automobilclubs sei zwar schon so ähnlich aufgebaut, doch die beiden Segmente seien zu eng verzahnt.

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