ADAC: Die Abwärtsspirale dreht sich weiter

Die Skandale um den größten Automobilclub Europas nehmen kein Ende und machen dem ADAC schwer zu schaffen. Den Beteuerungen des ADAC-Präsidenten, es werde alles aufgeklärt und der Clubs in Zukunft transparenter und bescheidener, schenken immer weniger Menschen Glauben. Am Sonntagabend war Peter Meyer nun bei Günther Jauch zu Gast, um sich den Fragen zu stellen und zu beruhigen. Doch dies wollte nicht so recht klappen.

 

ADAC Hubschrauber

Streit um Flüge mit Ambulanzhelikoptern

Im Forum des Nachrichtenmagazine Spiegel Online geht es derzeit heiß her. Nachdem bekannt wurde, dass die ADAC-Führung seine Rettungshubschrauber für dienstliche und teils auch private Flüge genutzt hat, beschweren sich zunehmend Mitglieder und Ex-Mitglieder und erzählen von persönlichen Erfahrungen, wie etwas Hinhaltemanövern bei anstehenden Flügen bei Unfällen im Ausland. Christian Garrels, ein Sprecher des ADAC, weist alle Vorwürfe ab und stellt fest, dass wohl kaum eine kleine Anzahl von Einzelfällen repräsentativ genug sei, um ein Urteil zu fällen. Damit mag er recht haben, zumal in der Anonymität des Internets viel geschrieben wird. Dennoch ist es ein weiteres Indiz für den hohen Vertrauensverlust der Mitglieder in den Automobilclub.

Frisierte Lkw-Pannenstatistik

Nun werden zunehmend Zweifel an weiteren Tests und Statistiken des ADAC laut. So wird dem Automobilclub nun unter anderem vorgeworfen bei der Lkw-Pannenstatistik nicht objektiv genug gewesen zu sein. So seien die Pannen von sogenannten Industriepartnern nicht aufgeführt worden, mit denen der ADAC eigene Serviceverträge hatte. In der Lkw-Pannenstatistik sei also nur ein Bruchteil der realen Pannen vermerkt. Am Sonntagabend wollte sich Peter Meyer, der Chef des ADAC, in der Sendung von Günther Jauch den Fragen stellen. Die Offensivstrategie, mit der Mexer anfing, schien vielversprechend.

Bärendienst

Ja, man liege am Boden und müsse die Axt ansetzen, begann der ADAC-Präsident und stellte klar, dass der ADAC nach den geplanten Maßnahmen ein anderer sein werde als bislang. Doch es könnte sich herausstellen, dass Meyer dem ADAC mit dem Auftritt in der Livesendung einen Bärendienst erwiesen hat, denn kurz nach der mutigen Eröffnung stolperte er über die Fragen Jauchs und verstrickte sich in Ungereimtheiten. Zudem lehnte er einen Rücktritt kategorisch ab. Auch nach dem Auftritt des ADAC-Präsidenten bleiben also viele Fragen noch offen, einige sind hinzugekommen. Fakt ist, dass die Mitglieder des Automobilclubs diesen auch nach den Maßnahmen mit der Axt wohl deutlich skeptischer sehen werden als bislang.

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