ADAC gegen Maut für Pkw

Bereits vor der Bundestagswahl war die Forderung nach einer Pkw-Maut für deutsche Autobahnen umstritten. Nun wurde Maut im Vertrag der Großen Koalition verankert. Und der Widerstand gegen die geplante Gebühr wird im In- wie auch im Ausland immer lauter. So drohte Österreich unlängst mit einer Klage vor der EU gegen das Vorhaben, eine Pkw-Maut für im Ausland zugelassene Fahrzeuge zu erheben. In Deutschland meldet sich nun der Präsident des ADAC zu Wort und macht Alternativvorschläge.

 

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Der Widerstand gegen die Pkw-Maut wächst Foto: © RainerSturm/pixelio.de

Maut könnte Verlustgeschäft werden

Die Realisierung der Pkw-Maut schreitet rasch voran. Bereits in einem Jahr könnte Bundesverkehrsminister Dobrindt zufolge die Gebühr von 100 Euro erhoben werden. Allerdings regt sich Widerstand gegen die Maut. Peter Meyer, der Präsident des Automobilclubs ADAC, bezeichnete die Maut für Pkw, die im Ausland angemeldet sind, als ungerecht. Zudem sei sie verkehrspolitisch nicht sinnvoll. Und die erhofften Mehreinnahmen würden sich ebenfalls nicht einstellen, im Gegenteil. Nach dem Abzug der Verwaltungskosten könnte sich die Maut sogar als Verlustgeschäft herausstellen.

Erhöhung der Mineralölsteuer wäre gerechte Alternative

Meyer bezeichnete die Maut als einen scheinheiligen Versuch, die Autofahrer durch die Hintertür abzuzocken. Die Koalition solle den Bürgern reinen Wein einschenken. Die versprochene Erstattung der Gebühr für deutsche Autofahrer sei so nicht umzusetzen. Schlussendlich würden auch die Deutschen die Maut zahlen müssen. Auch mit Gegenvorschlägen hielt Meyer nicht hinter dem Berg. Eine gerechte Alternative für die geplante Maut wäre dem Präsidenten des ADAC zufolge eine Erhöhung der Mineralölsteuer. So würden diejenigen, die viel fahren auch viel zahlen.

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