ADAC: Präsident Meyer startet Gegenangriff

Die vergangenen Tage waren für den Automobilclub ADAC alles andere als angenehm. Seit dem Eingeständnis von Michael Ramstetter, des Chefs der Kommunikationsabteilung, bei der Abstimmung zum Preis “Gelber Engel” die Zahlen frisiert zu haben, ging alles schief. Die Manipulationen blieben nicht der einzige Skandal. Nach und nach kamen weitere Verfehlungen ans Licht.

 

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Weitere Skandale

Nach dem Eingeständnis Ramstetters wurden Fragen laut, welche Zahlen des ADAC noch frisiert sein könnten. So warf der Vorstand des Vereins Deutscher Autohöfe, Alexander Ruscheinsky, dem ADAC vor, die Tests der Raststätten und Autohöfe zugunsten der Raststätten manipuliert zu haben. Doch frisierte Daten sind derzeit nicht das einzige Problem des ADAC. So kam heraus, dass Mitglieder des Präsidiums die Rettungshubschrauber für Dienstreisen genutzt haben, der Ambulanz-Jet für private Zwecke verwendet wurde und sich der Geschäftsführer eines Regionalclubs von seinem Verein eine Villa hat bauen lassen. War das Ansehen des ADAC schon nach dem Geständnis Ramstetters beschädigt, ist es nun arg gebeutelt. Die Verbraucher haben das Vertrauen verloren, viele wollen aus dem Club, der den Vereinsstatus verlieren könnte, austreten.

Auf Konfrontationskurs mit Kritikern

Peter Meyer, der Präsident des Automobilclubs, versucht nun zu retten, was zu retten ist und zeigt sich reuig. Man wolle sich wieder verstärkt um die Kernkompetenzen kümmern und den Mitgliedern mehr Aufmerksamkeit schenken. Zudem solle der Club transparenter und die politische Einflussnahme zurückgefahren werden. Gegenüber Kritikern geht Meyer nun in die Offensive. So warf Meyer dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung vor, verantwortlich für einen der Dienstflüge mit dem Hubschrauber gewesen zu sein. Nur wegen ihm habe man zwischen Hamburg und Wolfsburg gependelt. Dudenhöffer wies die Vorwürfe zurück.

Rechtliche Schritte

In einer Stellungnahme, die der Onlineausgabe des Magazins “Handelsblatt” vorliegt, verteidigt sich der Autoexperte und schreibt, dass der ADAC ihm den Hubschrauberflug angeboten hatte, weil er aufgrund einer Veranstaltung in Wolfsburg sonst nicht auf einer zeitnahen Veranstaltung des ADAC in Hamburg hätte auftreten können. Die Teilnahme daran habe er vor dem Angebot schon abgesagt, so Dudenhöffer. Er erwägt nun rechtliche Schritte gegen den Automobilclub.

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