ADAC räumt Fehler ein

Schnellstmögliche Hilfe für liegengebliebene Mitglieder – das hatte sich der ADAC auf die Fahnen geschrieben. Dies wurde allerdings durch einen Bericht der Süddeutschen Zeitung in Zweifel gezogen. Die Zeitung deckte vor einigen Tagen auf, dass der Automobilclub bei der Pannenhilfe seine eigenen Mitglieder benachteiligte, statt ihnen schnelle Hilfe zu leisten.

 

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Einige Mitglieder mussten länger warten

In dem Bericht warf das Blatt dem ADAC vor, dass die Gelben Engel bei der Pannenhilfe den Kunden der großen Automarken den Vorzug geben. Mit diesen Marken hat der Automobilclub lukrative Verträge zur Pannenhilfe. Bislang hat der ADAC die Vorwürfe ausdrücklich dementiert. Doch nun räumt der Club ein, dass es vorgekommen sei, dass seine Mitglieder bei einer Panne länger auf Hilfe warten mussten als ein liegengebliebener Kunde einer Automarke, mit der der ADAC einen Assistance-Vertrag hat. Allerdings könne von einer regelmäßigen Ungleichbehandlung keine Rede sein, so ein Sprecher des ADAC. Ex-Mitarbeiter des Automobilclubs bestätigten gegenüber der Süddeutschen, dass die Bevorzugung von Kunden einiger Automarken die Regel sei.

Gigantisches Vermögen

Dem Magazin Spiegel liegen derzeit Unterlagen vor, die belegen, dass die Vertrauenskrise, in der der ADAC derzeit steckt, noch lange keine Finanzkrise verursacht hat. Demnach verfügt der Automobilclub über eine Bilanzsumme von 3,49 Milliarden Euro. Der Großteil des Geldes wurde in Wertpapiere sowie in Immobilien angelegt, die sich zumeist in bester Lage befinden sollen. Der Bewahrung dieses Vermögens widmet der ADAC mehr Zeit und Energie als der Aufklärung der Skandale, wirft der Spiegel dem Automobilclub vor. So soll das Hauptthema derzeit sein, wie man den Vereinsstatus beibehalten könne. Dieser Status ist ein Privileg, das dem Automobilclub eine Menge Vorteile einbringt.

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