ADAC: Tödliche Unfälle auf Landstraßen vermeiden

Man sieht sie überall, in manchen Bundesländern in wenigen Kilometern Abstand – Kreuze oder Gedenksteine am Rand bundesdeutscher Landstraßen, die an tödliche Unfälle zumeist junger Menschen erinnern. Dem statistischen Bundesamt zufolge gab es allein im vergangenen Jahr über 90.000 Unfälle mit Personenschaden auf Landstraßen. 2.000 Crashs endeten tödlich. Dabei gebe es laut dem Automobilclub ADAC Abhilfe, die mit den einfachsten Mitteln erreicht werden könnte.

 

64410

Der ADAC macht Vorschläge, wie tödliche Unfälle auf Landstraßen vermieden werden können Foto: © Meyhome/pixelio.de

Sei es durch Übermüdung, Unachtsamkeit, Übermut ungeübter Fahrer oder Trunkenheit nach dem Diskoaufenthalt, der Statistik zufolge gehört das Abkommen von der Fahrbahn zu den gefährlichsten Unfallarten. Und zu den mit Abstand am häufigsten vorkommenden. Nach einer engehenden Untersuchung von insgesamt 1.800 Unfällen schlägt der ADAC nun drei Mittel vor, die die Zahlen der Unfälle reduzieren könnten.

Fahrerassistenzsysteme

Bei der technischen Lösung sind die Fahrzeughersteller gefordert. Der ADAC rät zu Spurhalteassistenen, die bereits für 500 Euro erhältlich sind. Es existieren allerdings noch weitere Möchlichkeiten, durch die der Fahrer in einer Gefahrensituation gewarnt wird. Mögliche Lösungen, die derzeit bereits existieren, wären Radar- oder Ultraschallsysteme, die das Umfeld beobachten, Pre-Crash- und Pre-Brake-Systeme sowie Kamerasysteme, die den Fahrer beim Verlassen der Spur warnen und auch den Fahrer selbst beobachten. Zusammen mit Lenkradsensoren kontrolliert das System den Fahrer auf Müdigkeitserscheinungen. Sobald diese erkannt werden warnt das System mittels akustischem Signal. Zudem kann das Navigationssystem warnen, wenn die Geschwindigkeit überschritten wird. Viele Systeme stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Hier sind die Fahrzeughersteller gefragt, die Systeme so schnell wie möglich zur Serienreife zu bringen.

Rumpelstreifen

Darüber hinaus schlägt der ADAC vor, die Fahrbahnen selbst besser zu markieren. Bei vorhandenen und gut sichtbaren Straßenmarkierungen geschehen deutlich weniger Unfälle, fand der Automobilclub heraus. Sogenannte Rüttelstreifen am Straßenrand könnten den Fahrer in Unfallschwerpunkten warnen, sollte er sich auf Abwegen befinden. Dieser könnte frühzeitig regieren.

Sanftes Abbremsen

Sollte der Fahrer doch zu spät reagieren, könnte ein stabiles Bankett, also ein unbefestigter, breiter Seitenstreifen das Schlimmste verhindern. Gerät das Fahrzeug auf das Bankett erhöht sich der Rollwiderstand für die Reifen deutlich, das Fahrzeug wird sanft abgebremst, antweder bis zum Stand oder auf eine ungefährliche Geschwindigkeit, sollte es doch noch aufs Feld gehen. Wichtige sei, dass das Bankett auf einer Höhe mit der Fahrbahn sei, so der ADAC. Würde der Streifen nur mit Schotter aufgefüllt, wäre er nach kurzer Zeit wieder instabil.

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


9 − sechs =

DAPARTO Blog © 2015 Impressum Frontier Theme