Allwetterreifen als Alternative?

Bald ist die Winterreifenzeit vorbei, der Frühling naht unaufhaltsam. Gemäß der alten Regel „von O bis O“, also „von Oktober bis Ostern“, werden die Winterpneus gegen die Sommerreifen getauscht, wenn der Hase die Eier versteckt.

Für viele Autofahrer ist dieses stets wiederkehrende Ritual nicht nur nervig, sondern auch kostspielig. Nicht nur, dass zwei Sätze Reifen gekauft werden müssen, von denen jeweils ein Satz das halbe Jahr ungenutzt in der Garage oder im teuren Reifenhotel lagert, auch der Tausch der Reifen kostet, wenn die Kompletträder nicht selbst getauscht werden. Ganzjahresreifen scheinen da eine gute Alternative zu sein. Doch stimmt das wirklich? Und wie machen sich die Allwetterreifen vor allem im Winter?

Foto: © Meike Pantel/pixelio.de

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Lediglich ein Kompromiss

Ganzjahresreifen beziehungsweise Allwetterreifen sind, wie der Name schon sagt, Pneus, mit denen das Auto das ganze Jahr über bewegt werden kann, egal welches Wetter herrscht. Allwetterreifen im Winter dürfen auch genutzt werden. Viele Autofahrer sind der Ansicht, dass diese Hybriden kleine Wunderwerke sind, welche die Sommer- und Winterreifen gänzlich ersetzen und das lästige Wechseln der Räder im Oktober und zu Ostern verhindern können. Leider irren sie, wie die regelmäßigen Allwetterreifen Tests immer wieder zeigen. Auch der Automobilclub ADAC winkt ab. Diese Pneus sind lediglich ein Kompromiss, so ein Sprecher des ADAC gegenüber der Zeitung Handelsblatt. Bevor die Autofahrer günstige Allwetterreifen kaufen, sollten sie sich über die Nutzung im Klaren sein.

Allwetterreifen im Winter reagieren anders als im Sommer

Die Allwetterreifen Tests belegen regelmäßig, dass die Ganzjahresreifen entweder bei der einen oder bei der anderen Jahreszeit schwächeln. Allwetterreifen im Winter reagieren natürlich anders als im Sommer. So werden die Allwetterreifen im Winter mit ihrem dafür ausgelegten Profils mehr Grip auf die Straße bringen, dafür im Sommer aufgrund eben dieses Profils Schwächen zeigen und andersherum. In jeweils einer der Jahreszeiten werden die Sicherheitsreserven der Ganzjahresreifen sinken, worauf sich die Autofahrer unbedingt einstellen müssen, wenn sie günstige Allwetterreifen kaufen. In den heiklen Jahreszeiten die Geschwindigkeit zu reduzieren und größeren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten ist hier die mindeste Vorsichtsmaßnahme. Der Bremsweg der Ganzjahresreifen ist im Vergleich zu den speziellen Sommer- und Winterreifen in jedem Fall größer, wie regelmäßige Allwetterreifen Tests zeigen.

Auf den Bremsweg achten

Bei der Langlebigkeit unterscheiden sich die Ganzjahresreifen kaum von den Sommer- oder Winterreifen, wie Allwetterreifen Tests des ADAC zeigen. Die Pneus für alle Wetter liegen bei der Abnutzung zumeist im Mittelfeld. Der Automobilclub rät aufgrund der Ergebnisse seiner Allwetterreifen Tests vor allem Autofahrern, die längere Strecken oder in den Urlaub fahren wollen, von der Nutzung der Ganzjahresreifen eher ab. Fahrer von Kleinwagen, die sich zumeist im Stadtverkehr bewegen, können eher günstige Allwetterreifen kaufen. Allerdings sollten auch sie bedenken, dass der Bremsweg mit den Ganzjahresreifen in jedem Fall größer ist und stärker auf den Verkehr sowie Fahrräder und Fußgänger achten.

Angebote einholen und vergleichen

Wer günstige Allwetterreifen kaufen möchte, die etwas taugen, sollte ein wenig suchen. Dem ADAC zufolge gibt es bei den unterschiedlichen Typen der Pneus keine gravierenden Unterschiede im Preis. Bei einzelnen Händlern können allerdings Schnäppchen zu finden sein. Um günstige Allwetterreifen zu kaufen, sollten die Autofahrer also mehrere Angebote einholen und vergleichen und sich auch die Autohäuser und Händler im Umland ansehen, so der Rat des Automobilclubs.

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