AOR 2015: Exklusiv-Interview mit Lukasz vom Team 77 Getriebesand

Am kommenden Wochenende startet die 10. Auflage der Allgäu-Orient-Rallye. Im Vorfeld der diesjährigen Rallye konnten wir mit Lukasz, einem Mitglied des von uns gesponserten Teams 77 Getriebesand, ein exklusives Interview führen.

Lukasz vom Team Getriebesand

Lukasz vom Team Getriebesand

Wie kommt man dazu, an einer so ausgefallenen Rallye wie der Allgäu-Orient-Rallye teilzunehmen?

Road-Trips mache ich selber schon seit Jahren durch die verschiedensten Länder. Diese Trips gehen immer über mehrere Wochen. Dabei verzichte ich auch auf Autobahnen und Navigation. Die Idee an der Rallye teilzunehmen entstand vermutlich total spontan bei Bier und Schnaps – so richtig kann ich mich da nicht mehr daran erinnern.

Wie lange dauert die Vorbereitung auf solch ein Event?

Bereits fast 1 Jahr. Es gibt organisatorisch sehr sehr viel zu erledigen und man hat die eine oder andere Deadline.

Wie hat sich euer Team für die Rallye gefunden?

Mein erstes Team bestand aus Freunden aus dem Umfeld der Berta Block Boulderhalle. Das Team musste sich leider wegen Nachwuchs und verschiedensten anderen Gründen auflösen. Zu der Zeit gab es auch noch Teams, die nicht vollständig waren. Diese habe ich auf Sympathie, Reise-Erfahrung und Ihre Vorstellungen von der Rallye getestet und bin dann letztendlich bei dem Team 77 Getriebesand eingestiegen.

Wie lange habt ihr gebraucht, um die richtigen Autos für die Rallye zu finden und warum habt ihr euch für zwei Saab 9000 und eine Mercedes C-Klasse entschieden?

Andreas und Ramona fahren Ihren Saab schon seit Ewigkeiten. Er hat schon eine halbe Million Kilometer hinter sich. Die Reise nach Jordanien soll die letzte Fahrt des Saabs werden. Die beiden haben auch in den Jahren viel an dem Fahrzeug geschraubt und kennen seine Macken in- und auswendig. Simon und Vanessa haben dann auch günstig einen Saab gefunden der im besseren Zustand war als der alte. Ich selber war nicht so lange auf der Suche. Erst vor einem Monat hatte ich einen vermeintlich guten Volvo V40 gekauft. Nach 60 Kilometern ist mir aber schon das Getriebe um die Ohren geflogen. Bereits die Woche darauf hatte ich einen Mercedes-Benz C180.

In welchem Zustand waren die Autos, als ihr diese erworben habt und was musste noch umgebaut werden? 

An den beiden Saabs musste ein wenig was gemacht werden. Beispielsweise hat beim 500.000 Kilometer Saab während unserer Vorbereitungen die Kupplung aufgegeben. Der Kupplungsnehmerzylinder musste getauscht werden. Mit dem Mercedes-Benz bin ich jetzt über 2.000 Kilometer gefahren. Das einzige, was man machen musste, war ein Reifenwechsel. Eventuell wird noch der Kraftstofffilter gewechselt. Es ist aber erstaunlich, was für gute Autos man schon für 1.000 Euro bekommt.

Wo liegen eurer Meinung nach die Schwachstellen eurer Autos und welche Ersatzteile habt ihr vorsorglich dabei?

Ich glaube, das lässt sich schwer sagen. Bei so alten Autos kann alles passieren. Wir haben aber Reifen und Luftfilter für die jordanische Wüste dabei und ich habe noch Keilrippenriemen da, die auch nichts kosten.

Auch ihr habt euch ein eigenes kleines soziales Projekt überlegt, kannst du das Projekt kurz beschreiben?

Die Rallye insgesamt ist ein soziales Projekt. Die Autos werden in Jordanien gespendet. Unterwegs werden wir von der Rallye-Leitung definierte soziale Projekte unterstützen. Wir selber haben uns zusätzlich noch entschlossen, das Waisenhaus in Elbasan, Albanien – welches auf unserem Weg liegt – mit Sachspenden zu unterstützen.

Gibt es noch die Möglichkeit euer Projekt zu unterstützen?

Klar. Aber eher nur noch finanziell. So eine Unternehmung ist nicht ganz so günstig, wie es vielleicht manchmal scheint.

Was erwartest du von der Allgäu-Orient-Rallye?

Einsame Straßen durch wahnsinnige Landschaften. Viel “Soulful Driving”, wie es beim Curves Magazin heißt. Aber ebenso auch viel Kontakt mit der jeweiligen lokalen Kultur.

Gibt es ein Land auf der Route, auf das du dich besonders freust?

Jordanien wird bestimmt spektakulär. Ebenso der östliche Teil der Türkei wenn es dann in die Richtung der syrischen Grenze geht. Ich denke aber, dass mich Albanien am meisten beeindrucken und überraschen wird, da ich keine Vorstellung von diesem Land habe.

Wir wünschen dem Team 77 Getriebesand viel Erfolg bei ihrem Abenteuer.

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