Audi-Rückruf und Warnung vor Kindersitzen

2014 ist das Jahr der Rückrufe. Nun hat es auch Audi erwischt. Die Ingolstädter rufen derzeit weltweit 850.000 Audi A4 zurück, 150.000 Fahrzeuge allein in Deutschland. Damit reiht sich die VW-Tochter in die lange Reihe der spektakulären Rückrufaktionen ein, welche die Branche in diesem Jahr ebenso erschütterte wie das Vertrauen vieler Autofahrer in die Marken.

Audi Rückruf und Kindersitze

Sechs von zehn getestete Sitze fielen durch Foto: © GTÜ/pixelio.de

Reparatur dauert nur wenige Minuten

 

Der Grund für den Rückruf des A4 liegt im Steuergerät, welches für die Frontairbags zuständig ist. Aufgrund einer falschen Programmierung könne es bei Unfällen vorkommen, dass die Airbags nicht aufgehen. Betroffen sind alle Modelle des A4, welche nach dem Facelift im Jahr 2012 hergestellt wurden. Die Besitzer werden nun aufgerufen, den Fehler in der Werkstatt beheben zu lassen. Die Software wird einfach überschrieben, es dauere nur wenige Minuten. Intern wird vermutet, dass einige Unfälle mit dem Fehler zusammenhängen. Allerdings bewegt sich die vermutete Anzahl dieser Unfälle im einstelligen Bereich, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Derzeit überprüft die Unfallforschung des Fahrzeugherstellers die verdächtigen Fälle.

Mehr als die Hälfte der Kindersitze mangelhaft

 

Der Automobilclub hat sich hingegen erneut einige Kindersitze vorgenommen und diese umfassenden Tests unterzogen. Die Ergebnisse sind bedenklich. Von den zehn getesteten Kindersitzen aus dem Billigsegment sind sechs durchgefallen. Bei einigen Sitzen sind bei den Crashtests die Gurte aus den Halterungen gebrochen, bei drei der getesteten Sitze rissen sogar die Rückenlehnen. Auch die Belastung durch Schadstoffe sei höher als in den vergangenen Jahren. Der ADAC ruft nun auf, die Augen offen zu halten, denn diese Sitze könnten nun einfach unter einem anderen Namen verkauft werden. Vor derartigen Mogelpackungen warnt der Automobilclub bereits seit Jahren. Besonders bei mitwachsenden Sitzen sollte auf den Kauf verzichtet werden. Es sei zudem sicherer, nur Sitze zu kaufen, welche in den Tests die Note „empfehlenswert“ erhalten haben.

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