Blitzmarathon in weiten Teilen Europas

Wie bereits angekündigt, wird morgen, den 16.04.15 die Neuauflage des sehr erfolgreichen Blitzmarathons stattfinden. Bis auf wenige Ausnahmen werden sich bundesweit insgesamt knapp 13.000 Beamte an rund 7.000 Messstellen 24 Stunden lang auf die Lauer legen, um Temposünder auf die Schliche zu kommen. Wie erfolgreich das Konzept ist, zeigt, dass es Schule macht. Zahlreiche europäische Verkehrsminister haben es sich offenbar angesehen und für gut befunden. So wird der Blitzermarathon nun zu einer Aktion, die fast ganz Europa betrifft. Ganze 22 Länder nehmen daran teil. Wir sagen, welche Länder dies sind.

Blitzmarathon

Europäischer Blitzmarathon in 22 Ländern

Am 16.04.15 sollten auch Autofahrer achtgeben, welche in den Urlaub fahren oder sich im Urlaub befinden. Denn der aus der vom Bundesland NRW erfundenen Aktion wird ein europäischer Blitzmarathon. Sage und schreibe 22 europäische Länder werden an diesem Blitzermarathon teilnehmen. Der TISPOL zufolge, einem Zusammenschluss von Polizeivertretern der europäischen Länder, handelt es sich bei diesen Ländern um Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Großbritannien, Italien, Irland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxembourg, Malta, Niederlanden, Norwegen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Serbien, Ungarn und Zypern. In einigen dieser Länder drohen bei Überschreitungen der Geschwindigkeit empfindliche Geldbußen, welche deutlich höher sind als die Bußzahlungen die in Deutschland fällig werden.

Ausnahmen sind NRW und Rheinland-Pfalz

Wie in Deutschland wird der Blitzermarathon in diesen Ländern 24 Stunden lang durchgeführt. Die einzige Ausnahme in der BRD sind NRW und Rheinland-Pfalz. Da an diesem Tag die Trauerfeier für die bei dem Germanwings-Unglück Verstorbenen stattfindet, wird der Blitzermarathon in diesen beiden Bundesländern um sechs Stunden gekürzt. Je näher der neue Blitzermarathon rückt, umso lauter wird erneut die Kritik an der Aktion. Die Verkehrsbehörden betonen wie bei jedem anstehenden 24 Stunden Blitzmarathon bisher, dass bei diesen Aktionen keinerlei monetären Überlegungen dahinterstehen, sondern dass es ausschließlich um die Steigerung der Verkehrssicherheit gehe. Man wolle die Autofahrer dahingehend erziehen, dass sie mehr Sicherheit im Straßenverkehr walten lassen. Experten bezweifeln dies jedoch und werfen den Behörden vor jeder Aktion vor, diese nur zu unternehmen, um die Bußgelder abzugreifen. Die Verkehrserziehung sei zweitrangig

Blitzer an unnötigen Orten

In Ihrer Kritik beziehen sie sich vor allem um die Auswahl der Kontrollpunkte für den 24 Stunden Blitzmarathon. Radarkontrollen seien richtig und auch wichtig, wenn es sich um sensible Orte handelt wie etwa vor Schulen oder Altenheimen, betont beispielsweise der Focus in seiner Kritik am 24 Stunden Blitzmarathon. Doch die Erfahrung zeige, dass die Kontrollen nicht an diesen Hotspots oder an Stellen stattfinden, wo es vermehrt zu Unfällen kommt, sondern nur an Stellen, wo sehr selten etwas passiert. Vor Schulen etwa würden die Autofahrer generell vorsichtiger fahren. Und fällt doch einmal jemand auf, der die Geschwindigkeit überschreitet, dann bleibe dies im Rahmen, so dass kaum Bußgelder eingenommen würden, so der Focus weiter. Um die Statistik aufzupeppen, würde daher vermehrt an Ausfallstraßen geblitzt. Und tatsächlich ist nicht zu leugnen, dass der 24 Stunden Blitzmarathon bei jeder Aktion ein ansehnliches Sümmchen in das Staatssäckel spült, wie die Nachbetrachtungen danach zeigen.

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