CES vs. Detroit Motor Show

Heute geht die Consumer Electronics, die CES in Las Vegas zu Ende. Neben zahlreichen Innovationen rund um die Unterhaltungselektronik standen in diesem Jahr auch Auto Neuheiten auf dem Programm, welche die Welt der Automobile in den kommenden Jahren vollständig verändern wird. Am 12.01. beginnt wiederum die Automesse Detroit Motor Show, die in diesem Jahr als Gegenstück zur CES verstanden werden kann. Ein Vergleich.

Detroit Motor Show

Foto: © Daniel Litzinger/pixelio.de

Messe für die Nerds der Automobilindustrie – die CES

Die CES ist die richtige Messe für die Nerds, welche sich vorgenommen haben, die Automobilindustrie von Grund auf auf den Kopf zu stellen und unser Verständnis vom Autofahren für immer zu verändern. Der Fahrer, der Dreh- und Angelpunkt des Autofahrens, soll verschwinden. Im Mittelpunkt der Auto Neuheiten auf der diesjährigen CES in Las Vegas stand das autonome Auto, das computerbasiert vollkommen allein fährt und den Straßenverkehr sicherer machen soll, da der Unsicherheitsfaktor Mensch nicht mehr am Steuer sitzt. Gleich zu Beginn der CES am Sonntag beeindruckte der Autobauer Audi und zeigte, wie weit die Arbeiten an der Technik für das autonome Auto schon fortgeschritten sind. Die Ingolstädter schickten einen umgebauten A7 autonom auf die Reise vom Innovationsparadies Silicon Valley nach Las Vegas.

Auto Neuheiten mit drehbaren Sitzen und ohne Lenkrad

Der A7 schaffte die 900 Kilometer lange Strecke in zwei Tagen. Doch auch die anderen Fahrzeughersteller waren nicht faul und präsentierten eigene Visionen von autonomen Autos. Wie radikal die Autobauer bei der Entwicklung der Autos der Zukunft sind, zeigten die Concept Cars von Mercedes und Google. Die Stuttgarter haben den Innenraum des F 015 in eine Lounge mit drehbaren Sesseln ausgestattet, so dass sich die Insassen während der Fahrt gegenüber sitzen können und nicht auf die Fahrbahn schauen müssen. Noch radikaler ist die Vision des Internetgiganten. Der Konzern hat das Konzept des autonomen Fahrens konsequent zu Ende gedacht und nimmt dem Fahrer das Lenkrad endgültig aus der Hand.

Never change a running System – Automesse Detroit Motor Show

Ganz anders wird die Detroit Motor Show, wenn man sich die Daten der Auto Neuheiten ansieht, welche die Unternehmen präsentieren wollen. Getreu dem Motto „Never change a running system“ vertrauen die Fahrzeughersteller bei den Automobilen, die sie auf der Detroit Motor Show präsentieren, auf bewährte Rezepte. Diese sind in zwei Worten zusammengefasst: schneller und größer. Im Mittelpunkt des Interesses stehen auf der Automesse wie in den Jahren zuvor die Auto Neuheiten bei den SUVs. Doch es gibt auch einige Überraschungen. Wie beispielsweise der neue Mini, der sich zu einem wahren PS-Monster gemausert hat. So wird den Besuchern der Detroit Motor Show auch hier langsam die Gewohnheit genommen.

Alternative Antriebe

Zudem geht die Aufmerksamkeit auf der Automesse langsam aber sicher weg von den gewohnten Verbrennungsmotoren, alternative Antriebe erhalten zunehmend Aufmerksamkeit. Der Autobauer Chevrolet versucht es beispielsweise erneut auf dem Markt der Elektrohybriden. Nachdem der Chevrolet Volt, der auf dem europäischen Pendant Opel Ampera basierte, in den USA ebenso floppte wie in der Alten Welt, versucht es der Fahrzeughersteller nun mit einer Neuauflage, welche den Opel Insignia als Grundlage hat. Auch hier zählt die Leistung, der Range-Extender-Motor des Volt hat nun einen Hubraum von 1,5 Litern, die Batterie wurde abgespeckt und wiegt jetzt 13 Kilogramm weniger als beim Vorgänger. Etwas enttäuschend wird auf der Automesse leider der Auftritt von BMW. Im Vorfeld wurden Gerüchte laut, die besagten, dass die Bayern mit einem Brennstoffzellenauto auf der Detroit Motor Show erscheinen werden, das in Zusammenarbeit mit Toyota hergestellt wurde. Leider erwiesen sich diese Gerüchte als falsch.

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