CO2-Klimaanlage: Unterstützung vom Umweltministerium

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Das Umweltministerium stellt sich im Klimaanlagenstreit hinter die Autobauer und gegen die EU.

Das Kältemittel R1234yf ist bei den deutschen Autobauern nicht allzu beliebt, da es leicht entzündlich ist. Einige setzen weiterhin auf R134a, das jedoch von der EU als umweltschädlich eingestuft wurde und daher in Neuwagen ab 2017 nicht mehr eingesetzt werden darf. Als Alternativlösung arbeiten die deutschen Fahrzeughersteller an einer neuen Klimatechnologie, die auf CO2-Basis arbeitet. Das Umweltministerium stellt sich nun hinter die Pläne.

 

Ungefährlicher und umweltfreundlicher Kompromiss

Diese Lösung sei sehr ungefährlich und das Treibhauspotenzial sei ebenfalls sehr gering, zitiert die Online-Ausgabe des Magazins Spiegel Jochen Flasbarth, den Umweltstaatssekretär der BRD. Er hoffe, dass auch die EU die Vorteile des neuen Systems erkennt, so Flasbarth weiter. Flasbarth zog jedoch auch die drei großen deutschen Automarken in die Verantwortung. Daimler, BMW und VW müssten nun an einem Strang ziehen, um die neue Klimatechnologie fertigzustellen und ihre Neuwagenflotte komplett darauf umzustellen. Notfalls sollte es den Fahrzeugherstellern erlaubt sein, ihre Neuwagen teilweise erst nach 2017 mit den neuen Klimaanlagen auszurüsten, plädierte Flasbarth.

Massiver Umbau erforderlich

Diese Forderung ist berechtigt, denn die Autobauer müssen für die neue Technologie ihre Klimaanlagen massiv umbauen. Das von der EU geforderte Kältemittel kann jedoch ohne Modifikation der bestehenden Klimaanlagen genutzt werden, weshalb die EU weiterhin den Einsatz von R1234yf fordert. Die Bundesregierung stellt sich hinter die deutschen Autobauer, die sich weigern, das Kältemittel zu verwenden, da die Sicherheitsbedenken zu groß sind. Derzeit spitzt sich die Konfrontation der beiden Parteien zu. Im Januar hat die EU bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung eingeleitet. VW soll bislang unbestätigten Angaben des Magazins Spiegel zufolge allerdings abwiegeln und an einer Übergangslösung mit dem Kältemittel R1234yf arbeiten, bis die neue CO2-Technologie zur Verfügung steht.

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