CSU schlägt Vorteil aus ADAC-Affäre

Des einen Leid, des anderen Freud. Die CSU nutzt die Affäre um die frisierten Zahlen bei der Wahl zum Preis “Gelber Engel”, um das politische Projekt der Maut voranzubringen. Horst Seehofer, Ministerpräsident Bayerns und der CSU, hat es nach eigener Aussage schon immer geahnt, dass es bei den Zahlen und Statistiken des Automobilclubs zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Die Aufdeckung der Affäre um den “Gelben Engel” sei für ihn nicht überraschend gewesen.

 

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Die CSU verspricht sich von der ADAC-Affäre neue Höhenflüge Foto: © Ingo Büsing/pixelio.de

Zahlen der CSU verschieden von ADAC-Daten

Das es zu Unregelmäßigkeiten bei dem Automobilclub komme, sei ihm während seiner Arbeit am Maut-Projekt gekommen. Der CSU sollen demnach immer Zahlen vorgelegen haben, die sich von denen des ADAC unterschieden. Daher sei er sehr verwundert gewesen, dass der Präsident des ADAC, Peter Meyer, als Alternative zur Wahl eine höhere Mineralölsteuer für alle vorgeschlagen habe. Nun müsse der ADAC Transparenz zeigen. Nach Möglichkeit müsse eine unabhängige und objektive Überprüfung der Vorgänge vorgenommen werden, so Seehofer.

Offenheit sei nötig

Auch Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister und CSU-Mitglied, forderte Offenheit vom ADAC. Nur auf diese Weise könne der Automobilclub das verlorene Vertrauen seiner Mitglieder zurückgewinnen. Zudem würde ein wenig Bescheidenheit gut für das Ansehen des ADAC sein. Dem größten Automobilclub Europas wurde vorgeworfen, zu arrogant und großspurig aufzutreten. Der ADAC hat angekündigt, den Forderungen nachzukommen und alles lückenlos aufzuklären und versicherte, dass die Führungsspitze des Clubs zu keiner Zeit Kenntnis von den Manipulationen ihres Kommunikationschefs hatte, obwohl diese Unregelmäßigkeiten offenbar schon seit mehreren Jahren bestanden.

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