Der neue Kopf von General Motors wird weiblich

Die langjährige Krise beim Fahrzeughersteller Opel ist vorbei. Die Rüsselsheimer können wieder steigende Absatzzahlen vermelden und mussten zum ersten Mal seit längerer Zeit keine Marktanteile abgeben. Auch bei der Konzernmutter General Motors, die ebenfalls seit einigen Jahren in der Krise steckte, ist derzeit einiges im Gange.

 

10 Milliarden Dollar Verlust bei Rettung von General Motors

Vor vier Jahren geriet General Motors so schwer in die Krise, dass der Konzern kurz vor dem Aus stand. Doch die US-Regierung entschied, dass das Unternehmen, das mehrere Tochterunternehmen in allen Teilen der Welt hat und zehntausende Menschen beschäftigt “too big to fail” ist und investierte 50 Milliarden Dollar in den Konzern. Mit Erfolg. 2010 ging General Motors zurück an die Börse und die US-Regierung zog sich Stück für Stück wieder aus dem Unternehmen zurück. Und da der Konzern nun wieder auf Erfolgskurs ist, verkaufte die Regierung Anfang dieser Woche den Rest ihrer Anteile an General Motors. Von den 2009 investierten 50 Milliarden Dollar erhielt die Regierung unter dem Strich jedoch lediglich knapp 40 Milliarden zurück.

Umstrukturierungen

Um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben, beschließt General Motors derzeit einige Änderungen in der Struktur des Konzerns. Das Unternehmen hat beschlossen, den konzerninternen Konkurrenzkampf auf dem schwächelnden europäischen Fahrzeugmarkt zu beenden und zieht den Opel-Rivalen Chevrolet zurück. Lediglich die Corvette wird künftig noch in Westeuropa verkauft. Auch auf dem australischen Markt ziehen die US-Amerikaner die Konsequenzen aus den steigenden Produktionskosten und den sinkenden Absatzzahlen und stellen die Produktion bei dem Fahrzeughersteller Holden ein. Knapp 3.000 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden. Nur das Designstudio und die Motorenfertigung sollen ihre Arbeit fortführen. Die neuen Modelle von Holden kommen künftig aus den USA.

Mary Barra wird neuer Chef

Die weitreichendste Änderung wurde jedoch an der Spitze von General Motors getroffen. Dan Akerson, der bisherige Chef des Konzerns, hat angekündigt, aufgrund der fortgeschrittenen Krebserkrankung seiner Frau seinen Posten aufzugeben. Akerman war seit 2010 der Kopf des Unternehmens. Seine Nachfolgerin wird Mary Barra, die bereits seit 33 Jahren in verschiedenen Positionen bei General Motors tätig ist, zuletzt in der Produktentwicklung. Nun ist sie dafür zuständig, den Konzern umzubauen und effektiver zu machen. Das Rezept dafür formulierte sie bereits vor einiger Zeit: “Keine weiteren Schrottkarren.”

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


fünf + 4 =

DAPARTO Blog © 2015 Impressum Frontier Theme