Der Trend beim Auto Motor geht zum Downsizing

Downsizing ist keine neue Entwicklung. Bereits in den 1980er Jahren fuhren Rennfahrer mit reduzierten Motoren Erfolge ein. Der Höhepunkt war 1984, als Niki Lauda mit einem Antrieb auf der Piste erschien, der von 850 PS leistete. Bei nur 1,5 Litern Hubraum. Heute hat der kleine Auto Motor längst den Markt der Alltagsautos erobert. Aus gutem Grund.

Downsizing

Foto: © GM Company

V6 und V8 werden seltener

Lange Zeit waren beim Auto Motor potente V6 und V8 Antriebe das non plus Ultra. Auch heute noch sind die großen Motoren begehrt. Doch angesichts der Kraftstoffpreise und den immer rigider werdenden Vorschriften der EU zum Spritverbrauch und Schadstoffausstoß haben es V6 und V8 immer schwerer, sich zu behaupten. Alternative Antriebe statt V6 heißt die derzeitige Devise. Doch damit hapert es doch etwas. Die Autobauer schaffen es einfach nicht, das Elektroauto wirklich alltagstauglich zu machen. Kein Wunder, dass sich die Autofahrer nicht vom Elektroauto überzeugen lassen. Auch die anderen alternativen Antriebe haben einen schweren Stand. Die Autofahrer bleiben beim Altbewährten und setzen auf Verbrennungsmotoren. Also setzen die Autobauer alles daran, diese Antriebe sparsamer und umweltfreundlicher zu machen.

Strenge EU-Vorschriften einhalten

Statt größer, weiter, schneller, wie in den vergangenen Jahren das Credo war, heißt es nun, die Antriebe kleiner und weniger schluckfreudig zu machen. Und damit haben die Entwicklungsabteilungen der Autobauer alle Hände voll zu tun. Kaum eine Marke wird es bis 2021 schaffen, die vorgegebene CO2-Grenze von 95 Gramm pro Kilometer einzuhalten. Um die Marke dennoch zu erreichen und um keine Strafen in Millionen- oder gar Milliardenhöhe zu zahlen, wird der Hubraum der Motoren eingespart. Seit einiger Zeit stellen sich erste Erfolge ein. Nicht nur, dass der Hubraum des klassischen Vierzylinders sinkt, die Autobauer haben es auch geschafft einen Auto Motor marktreif zu machen, der wenig für Laufruhe und Komfort bekannt war – den Dreizylinder.

Hohe Leistung trotz Downsizing

Natürlich soll die Leistung unter dem Downsizing nicht leiden, um die Autokäufer nicht zu verschrecken. Zwangsbeatmung heißt das Zauberwort der Stunde, die Aufladung der Motoren. Unter der Haube arbeiten immer weniger Motoren, welche die Luft ansaugen, die sie zur Verbrennung benötigen. Vielmehr wird die Luft dank der Kompressoren und Turbolader in komprimierter und erwärmter Form in die Brennkammer gedrückt. Hinzu kommen elektronische Motorsteuerungen. Das Resultat ist eine höhere Leistung trotz Downsizing. Was damit möglich ist, zeigt Volvo mit einem neuen Prototyp. Der Vierzylinder leistet 450 PS bei einem Hubraum von gerade mal 2,0 Litern. Zudem liefert der Antrieb ein Drehmoment, das bislang nur aus Achtzylindern bekannt war, so der Chef des schwedischen Autobauers.

Hybridsportler mit kleinerem Auto Motor

Vor Downsizing braucht also der eingefleischteste PS-Narr keine Angst zu haben. Um noch mehr CO2 einzusparen, arbeiten zudem nicht mehr nur Verbrennungsmotoren unter den Hauben. Ihnen werden zudem Elektromotoren zur Seite gestellt, die einen Teil der Reichweite übernehmen. Damit sind auch Hybridsportler mit einer Leistung jenseits der 300 PS möglich. Das Thema Downsizing betrifft also nicht nur die Hersteller von Kleinwagen und Mittelklassemodellen, auch wenn sie die Vorreiter bei der Entwicklung kleinerer Motoren sind. Auch Premiumhersteller wie Daimler oder BMW können sich der Entwicklung nicht verschließen. Selbst Porsche, der Hersteller potenter Sportwagen, denkt zunehmend darüber nach, seinen Modellen abgespeckte Motoren zu verpassen.

Unbekannte Risiken

Allerdings birgt der Trend des Downsizing auch Gefahren, die bislang noch nicht bekannt sind. So unterliegen die kleinen Kraftpakete deutlich höheren Anforderungen als die größeren Verwandten. Block, Kolben, Laufbuchsen und Lager werden deutlich stärker beansprucht. Derzeit ist noch nicht klar, wie sich dies auf die Haltbarkeit der Antriebe auswirkt und ob die Qualität der Materialien ausreicht, um dem höheren Druck standzuhalten. Hinzu kommt, dass es derzeit noch unklar ist, ob der kleinere Auto Motor wirklich so umweltfreundlich ist, wie versprochen. Denn die Verbrauchstests der Autobauer sind alle andere als genau.

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