Die Änderungen der Punktereform

Ab 1. Mai ändert sich für die Autofahrer in Deutschland einiges. Zunächst einmal die gute Nachricht. Dank des neuen Punktesystems wird sich am Donnerstag für mehr als 140.000 Autofahrer das Flensburger Punktekonto leeren, da einige Vergehen im Straßenverkehr wie das Fahren in Umweltzonen ohne entsprechende Plakette nicht mehr mit Punkten bestraft werden. Die schlechte Nachricht ist, dass andere Verstöße nun empfindlich für den Geldbeutel werden.

Flensburg Reform Punkte

Foto: © lichtkunst.73/pixelio.de

Generelle Umstellung des Punktezählsystems

Zwar wird sich für einige das Punktekonto leeren, doch Verkehrssünder, die gegen die Sicherheit im Straßenverkehr verstoßen, können nun schneller ihren Führerschein verlieren als bisher. Der Grund ist die generelle Umstellung des Punktezählsystems. Bislang konnten für eine Verkehrssünde maximal sieben Punkte vergeben werden. Dies wurde nun zwar deutlich abgesenkt, Verstöße gegen bestimmte Regeln werden nun nur noch mit maximal drei Punkten geahndet. Allerdings ist der Führerschein nun schon bei acht Punkten weg statt wie bisher bei 18. Auch bei der Verjährungsfrist ändert sich nun einiges. Statt wie bislang gesamt zu verjähren, geschieht dies nun für die Punkte der jeweiligen Verstöße separat. Zudem verjähren die Punkte für bestimmte Verstöße nun später.

Reform stellt Verschärfung dar

Punkte können weiterhin in Seminaren abgebaut werden. Allerdings nur einer alle fünf Jahre. Auch bei den Bußgeldern wurde die Schraube kräftig angezogen. Vor allem die Vergehen, die keine Punkte nach sich ziehen, werden teurer. So kostet beispielsweise  das Fahren in einer Umweltzone ohne entsprechende Plakette 80 Euro statt bislang 40. Doch auch einige Punktevergehen werden teurer. Die neuen Regeln stoßen vielerorts auf Kritik. Gerade das neue Punktesystem wurde bemängelt. Da alle Ein-Punkt-Verstöße solche geblieben sind, sammeln sich die Punkte in der Kartei schneller an, der Führerschein wird schneller entzogen. Dies bedeute faktisch eine Verschärfung, urteilte Verkehrsrechtsanwältin Daniela Mielchen gegenüber der Onlineausgabe des Magazins Spiegel.

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Löse die Aufgabe! *

DAPARTO Blog © 2017 Impressum Frontier Theme