Dieter Zetsche erwartet im Kältemittelstreit Kompromiss

Der Fahrzeughersteller Daimler Benz konnte kürzlich einen Erfolg im Kältemittelstreit verbuchen. Das oberste Verwaltungsgericht Frankreichs hat die Regierung des Landes verpflichtet, die beanstandeten Fahrzeuge wieder auf dem französischen Markt zuzulassen. Doch ausgestanden ist der Konflikt damit noch nicht.

27443

Daimler rechnet mit einem Kompromiss im Kältemittelstreit

In dem Streit hat immer noch die EU das letzte Wort. Und diese wird die Nutzung des als umweltschädlich eingestuften Kältemittels R1234yf wohl kaum zulassen. Doch Daimler-Chef Dieter Zetsche bereitet dies keine schlaflosen Nächte. Er rechnet mit einem Kompromiss in dem Streit.

Der Chef des Daimler-Konzerns erwartet als Kompromiss in dem Fall eine rechtliche Übergangslösung bis 2017. Zetsche teilte am Dienstag zum Auftakt der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt mit, dass er zuversichtlich sei, dass eine Lösung gefunden werde. Gemeinsam mit der Europäischen Union solle eine Vereinbarung erarbeitet werden, die vorsieht, dass Daimler auf die Einführung des neuen Mittels R134a verzichten kann. Bis 2017 soll eine sicherere Alternative als das Kältemittel entwickelt werden. Daimler weigert sich, R134a in seinen Fahrzeugen zu verwenden, da firmeneigene Crashtests erwiesen haben sollen, dass das Kältemittel leicht entflammbar sei und somit ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstelle.

Die Stuttgarter haben sich nun bereit erklärt, bis 2017 eine sichere Alternative zu entwickeln und vorzulegen, die den klimaschonenden Vorgaben des EU-Gesetzes erfüllen werde. Die Entwicklung werde einige Zeit dauern, teilte Dieter Zetsche mit, da zunächst ein neues Kühlsystem entwickelt werden müsse, da dies die Basis für eine entsprechende Kältemittel-Entwicklung sei.

Daher werde man die Zeit bis 2017 wohl ausschöpfen müssen. Laut Zetsche ist die Entwicklung neuer Anlagen ein langwieriger Prozess. Zudem eine ganz neue Fahrzeuggeneration entwickelt werden müsse, in der das neue System eingesetzt werden könne. Allerdings werde man die volle Energie und Geschwindigkeit in die Arbeiten stecken, teilte der Daimler-Chef mit.

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Löse die Aufgabe! *

DAPARTO Blog © 2017 Impressum Frontier Theme