Elektroautos: Nutzlose Privilegien beschlossen

Die Bundesregierung versucht mit aller Macht, ihr Ziel durchzusetzen, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Doch es sieht düster aus. Die Autofahrer scheuen sich trotz der Förderung der Elektroautos weiterhin, die als umweltfreundlich geltenden Elektroautos zu kaufen. Und auch die Automobilbranche scheint zunehmend zu resignieren, wenn man die Anzahl der Elektroautos beispielsweise auf dem Auto Salon in Genf als Indikator nimmt. Doch die Bundesregierung arbeitet weiter unbeirrt auf ihr Ziel hin. Doch ihre Maßnahmen zur Förderung der Elektroautos werden torpediert.

Elektroautos Förderung

Kommunen torpedieren die Beschlüsse

Eine finanzielle Förderung von Elektroautos lehnt die Bundesregierung bislang zwar ab, um bei den Elektroautos die Preise zu drücken, doch sie versucht mit zahlreichen Mitteln, die Autofahrer dazu zu bringen, Elektroautos zu kaufen. Zuletzt orientierte sie sich an Initiativen, die in Norwegen beschlossen wurden und die dazu führten, dass mehr Fahrer Elektroautos kaufen. Nun wurde auch in der BRD entschieden, den Stromern kostenlose Parkplätze zur Verfügung zu stellen sowie die Nutzung der Busspuren freizugeben. Neue Kennzeichen sollen dazu führen, dass dies auch nur für die elektrisch betriebenen Fahrzeuge möglich wird. Doch das letzte Wort bei diesen Regelungen haben immer noch die Kommunen. Und die meisten sperren sich und torpedieren die Beschlüsse.

Förderung der Elektroautos durch Kaufprämien

Die drei Metropolen Berlin, Hamburg und München haben bereits angekündigt, ihre Busspuren für E-Mobile nicht öffnen zu wollen. Diese Spuren seien bereits für die Nutzung durch Krankenwagen und Taxis geöffnet. Weitere Fahrzeuge auf den Busspuren würden zu einer Verlangsamung des Nahverkehrs führen. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge würden die Beschlüsse der Bundesregierung gerade einmal von einem Dutzend Kommunen geprüft. Die Opposition reagiert bereits belustigt auf das „Gesetz, das keiner braucht“, wie Thomas Lutze (Die Linke) es formuliert. Es kommen jedoch auch produktive Vorschläge zur Förderung der Elektroautos aus den Reihen der Opposition. Eine Kaufprämie könne dazu führen, dass mehr Fahrer Elektroauto kaufen, schlug der verkehrspolitische Sprecher der Grünen vor.

Hohe Preise bei Elektroautos

Die Bundesregierung ist derzeit weit davon entfernt, ihr Ziel, die Autofahrer dazu zu bringen, bis 2020 eine Million Elektroautos zu kaufen. Bislang sind lediglich rund 19.000 reine Elektrofahrzeuge auf den Straßen der Bundesrepublik unterwegs, bei den Hybriden sind es knapp 108.000. Auch die Autobauer resignieren scheinbar. Die Anzahl der Elektroautos ist beispielsweise derzeit auf dem Auto Salon in Genf überschaubar. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen sind im Segment der Elektroautos die Preise vergleichsweise hoch. Die Preise der Elektroautos resultieren aus den hohen Forschungskosten sowie den Herstellungskosten leistungsfähiger Akkus. Zudem lassen die Akkus in der Leistungsfähigkeit nach, wenn einige Jahre regelmäßig das Elektroauto gebraucht wird. Und neue Akkus sind teuer.

Elektroautos gebraucht zu kaufen ist kaum eine Lösung

Auch wer ein Elektroauto gebraucht kauft, stößt auf hohe Preise. Elektroautos haben andererseits immer noch einen großen Nachteil. Die Alltagstauglichkeit der E-Mobile ist immer noch als sehr gering zu bezeichnen. In den Großstädten mag die geringe Reichweite der Fahrzeuge dank eines vergleichsweise gut ausgebauten Netzes an Zapfsäulen noch ausgeglichen werden. Doch auf dem Land ist das Tankstellennetz für die Stromer praktisch nicht vorhanden. Da hilft es auch nichts, wenn sich der Autofahrer ein Elektroauto gebraucht zulegt. Man mag zwar ein wenig sparen, wenn man ein Elektroauto gebraucht kauft, doch wenn die Energie nach wenigen Kilometern verbraucht ist, wird der Stromer zu einem recht schweren Haufen Metall, wenn es darum geht, die nächste Zapfsäule zu erreichen.

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