Elektroautos: Ursache des Brandes in der Schweiz gefunden

In den vergangenen Monaten mussten die Hersteller von Elektrofahrzeugen herbe Kritik einstecken. Zu den üblichen Diskussionspunkten wie die mangelnde Reichweite der Autos und dem unzureichenden Netz an Ladestationen kamen nun Sicherheitsbedenken. Einige Brandfälle ließen Fragen zu den Sicherheitsstandards von E-Mobilen aufkommen und verunsicherten die Autofahrer. Einige Vorfälle konnten nun aufgeklärt werden.

 

38004 (2)

Versagen der heimischen Steckdose

Im Oktober und November machte die junge und ehrgeizige Marke Tesla negativ von sich reden. Erst gingen drei Fahrzeuge des Model S nach Unfällen in Flammen auf, dann brannte eine Garage, in der eine der hochwertigen Elektrolimousinen gerade aufgeladen wurde. Die Ursachen der Brände wurden ermittelt. Bei zwei der Unfälle verursachten Eisenteile den Brand die Fahrer überfuhren die Gegenstände mit hoher Geschwindigkeit, wodurch sie hochgeschleudert wurden und Unterboden und Akku durchschlugen, woraufhin das Feuer ausbrach. Der Brand in der Garage in Irving, Kalifornien, ging nicht von dem Model S aus, sondern wurde von der Steckdose in der Garage verursacht, an der die Limousine geladen wurde. Diese hielt den Belastungen nicht stand und überhitzte.

Überhitzung in Kabelverzweigungen führte zu Brand

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor einigen Wochen in Starrkirch-Wil in der Schweiz. Die SP-Nationalrätin Bea Heim schloss ihr Elektroauto ebenfalls an die heimische Steckdose an, um es zu aufzuladen. Einige Zeit später geriet die Garage in Brand, die Flammen griffen auf das Haus über. Eine nachfolgende Untersuchung ergab, dass das Feuer im Elektrofahrzeug ausbrach. Im Bereich einiger Kabelverzweigungen kam es zu einer Überhitzung, die zu einem Defekt der Isolation und schlussendlich zu dem Brand führte. Personen kamen bei dem Brand nicht zu schaden, der Sachschaden beläuft sich Schätzungen zufolge auf mehrere 10.000 Franken. Bea Heim, die seit sechs Jahren Elektrofahrzeuge fährt und damit nie Probleme gehabt habe, glaubt weiterhin an die Elektrofahrzeuge.

Schenke Sterne

1 Comment

Add a Comment
  1. Ich kann Bea Heim durchaus verstehen.

    Aus meiner Sicht müssen die Hersteller das Problem natürlich ernst nehmen und die Autos und deren Akkus sicherer machen, damit leichte Schäden nicht zur Katastrophe führen.

    Aber eine fehlerhaft installierte oder unzureichend abgesicherte Steckdose in der Garage kann auch durch andere angeschlossene Geräte in Brand geraten – das hat ursächlich nichts mit dem Aufladen eines Tesla zu tun und sollte auch nicht als Pressemeldung in diesem Kontext veröffentlicht werden.

    Man kann getrost davon ausgehen, dass heutzutage die meisten Brände durch Elektrogeräte verursacht werden – dennoch würde kaum einer ernsthaft auf die Idee kommen, auf elektrische Beleuchtung, Fernseher oder Kühlschränke zu verzichten. Denn die Alternativen sind ja auch nicht unbedingt sicherer.

    Natürlich sind Elektroautos im Fokus der Aufmerksamkeit, zumal es mit Sicherheit einflussreiche Interessengruppen gibt, die deren zügige Entwicklung lieber verhindern würden. Aber auch herkömmlich angetriebene Autos geraten gar nicht so selten in Brand – und so ein Ereignis schafft es dann bestenfalls noch als Meldung in den Lokalteil der örtlichen Zeitung – aber nicht mehr auf die Titelseiten oder gar in die Tagesschau – oder wann gab es die letzte deutschlandweite Schlagzeile, dass ein Golf Diesel durch ein defektes Batterie-Ladegerät in der Garage abgebrannt ist?

    Ein Bisschen mehr Relation halte ich daher bei der ganzen Berichterstattung zu dieser Thematik für sehr angebracht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


5 + = acht

DAPARTO Blog © 2015 Impressum Frontier Theme