General Motors: Ausweitung der Rückrufe – Auch Opel betroffen

Die neue Chefin von General Motors hat es alles andere als leicht. Vor wenigen Wochen mussten weltweit knapp 1,6 Millionen Fahrzeuge des Automobilkonzerns zurückgerufen werden. Defekte Zündschlösser sorgten dafür, dass die betroffenen Wagen während der Fahrt plötzlich ausgingen. Zudem wurden einige weitere Mängel festgestellt. Nun muss der Rückruf ausgeweitet werden, die Zahl der betroffenen Fahrzeuge steigt auf rund 2,6 Millionen. Auch deutsche Autobesitzer sind betroffen.

GM Opel Rückruf

Foto: © GM Company

Neuere Fahrzeuge werden zurückgerufen

Bislang wurden nur Besitzer von Fahrzeugen aufgerufen, diese in die Werkstatt zurückzubringen, wenn ihr Auto in den Jahren 2003 bis 2007 hergestellt wurde. Doch nun werden auch Fahrzeuge der Baujahre 2008 bis 2011 zurückbeordert, da sich der Mutterkonzern von Opel nicht sicher ist, ob nicht alte Bauteile zur Produktion der neueren Fahrzeuge verwendet wurden. Man könne nicht mehr nachvollziehen, welche Bauteile wo verwendet wurden. Da man in Sicherheitsfragen kein Risiko eingehen wolle, weite man den Rückruf lieber aus, teilte die Chefin des Konzerns, Mary Barra, mit.

General Motors soll schon länger von dem Defekt gewusst haben

Ob dies auch in den letzten Jahren die Firmenpolitik war, bezweifeln einige Kunden von General Motors sowie Behörden mittlerweile. Sie werfen dem Fahrzeughersteller vor, schon länger von dem Problem gewusst zu haben, ohne zu handeln. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Behörden vermuten, dass es durch den Konflikt zu Todesfällen kam, wiegt dieser Vorwurf schwer. In Texas wurde vor einigen Tagen eine umfangreiche Sammelklage gegen den Konzern angestrengt.

Auch Opel betroffen

Von dem Skandal ist auch die Tochter Opel betroffen. Für die Marke ist die Entwicklung besonders bitter, da sie sich erst im vergangenen Jahr nach mehreren Krisenjahren gefangen haben und erste Erfolge verzeichnen konnten. Doch auch die Rüsselsheimer müssen ihren Rückruf der GT-Modelle nun ausweiten. Bislang sollten nur knapp 2.300 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Nun musste der Rückruf um rund 5.000 betroffene GTs aus den Jahren 2007 bis 2010 aufgestockt werden. Bislang sei es bei den Opel-Fahrzeugen allerdings zu keinem Vorfall gekommen, betonte der Fahrzeughersteller.

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