GTÜ: Anzahl mangelhafter Fahrzeuge steigt an

Deutschlands Autos sind offenbar wie die Infrastruktur der BRD – marode und mangelhaft. Dies geht zumindest aus dem neu vorliegenden Mängelreport der Prüforganisation GTÜ hervor. Allerdings konnten die Prüfer nicht nur Negatives vermelden, einige Zahlen des Reportes sind durchaus erfreulich.

 

GTÜ-Prüfingenieur am Reifen eines Pkws

Foto: © GTÜ/pixelio.de

Fast jedes vierte Auto fällt aufgrund schwerer Mängel durch

Die Zahlen sind überraschend für ein Land, das einmal als die Autofahrernation Nummer 1 galt. Im Jahr 2013 mussten die Prüfer der GTÜ fast ein Viertel der getesteten Fahrzeuge wegschicken. Der Grund war, dass 23,9 Prozent der Fahrzeuge, die einer Hauptuntersuchung unterzogen wurden, so schwere Mängel aufwiesen, dass sie durchfielen. Im Vorjahr waren noch knapp 21 Prozent der überprüften Autos betroffen. Vor allem in der Elektrik und der Beleuchtung fielen Fehler auf. Auch Defekte in der Bremsanlage sowie an Rädern, Reifen, Achsen und Aufhängungen sorgten dafür, dass den Fahrzeugen die begehrte Plakette verwehrt wurde.

60 Prozent aller getesteten Fahrzeuge bestehen HU beim ersten Mal

Der Anstieg der mangelhaften Autos ist unter anderem dadurch zu erklären, dass das deren Durchschnittsalter stark angestiegen ist. Doch auch die kürzlich verschärften HU-Prüfbedingungen sorgen für die hohe Durchfallquote. Doch die Prüfer der GTÜ haben nicht nur negative Beobachtungen machen können. So sank die Anzahl der Fahrzeuge, die leichte Mängel aufwiesen, im Vergleich zum Vorjahr um mehr als neun auf 15,6 Prozent. Noch erfreulicher ist die Anzahl der Fahrzeuge, die bereits beim ersten Anlauf die begehrte Plakette erhielten. Diese stieg um fast sieben Prozentpunkte auf 60,5 Prozent aller getesteten Fahrzeuge.

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