iCar: Angst der Autobauer vor IT-Giganten sinkt

Apples iCar sorgt immer noch für Diskussionen. Seit Google mit der Ankündigung aufwartete, ein eigenes autonomes Auto, das Google Car, entwickeln zu wollen, ist die Automobilbranche in heller Aufregung. Sie fürchten, dass der als Datenkrake verrufene Konzern mit dem Google Car die Daten der Autofahrer für sich beanspruchen könnte, auf welche die Autobauer selbst begehrliche Blicke geworfen haben. Als vor wenigen Wochen auch noch Gerüchte laut wurden, dass sich auch Apple am Automobilgeschäft beteiligen möchte, hat sich die Aufregung etwas gelegt. Seitdem haben auch zwei Unternehmen aus dem Reich der Mitte eigene Projekte für das Auto der Zukunft und das autonome Fahren angekündigt. Und die Angst der Autobauer vor der Mobilität der Zukunft hat sich gelegt.

iCar im i3?

iCar im i3?

Mobilität der Zukunft lässt auf sich warten

Das Auto der Zukunft bewegt die Gemüter seit Generationen. In zahllosen Utopien und Science-Fiction Romanen haben sich die Protagonisten von Autos befördern lassen, die in der Lage waren, autonom zu fahren. Das digitale Zeitalter, die Revolution des Internets macht diesen Traum nun möglich. Allerdings ist die Entwicklung des Autos der Zukunft mit einigen Hürden verbunden. Die Autobauer haben zwar eine langjährige Erfahrung, wie Automobile konzipiert und hergestellt werden, doch ihnen fehlt das Wissen und die Erfahrung um die IT, welche das autonome Fahren erfordert. Sie sind also auf die IT-Konzerne wie Google und Apple angewiesen. Allerdings wollen diese ein Stück vom Kuchen abhaben und sind an den Daten interessiert, welche die Autos der Zukunft liefern. Doch die Autobauer haben bei der Mobilität der Zukunft selbst ein Auge darauf geworfen.

Google Car nur in Kooperation möglich

Den IT-Konzernen hingegen ist es ebenfalls unmöglich, das Auto der Zukunft, welches autonom fahren kann, zur Serienreife zu bringen, da die Herstellung eines Fahrzeuges sehr komplex ist. Ein Google Car nicht eben mal zusammengeschraubt werden kann wie ein Mobiltelefon. Beiden Parteien wird dieser Umstand langsam klar, sie beginnen zu begreifen, dass ein Projekt zur Mobilität der Zukunft nur Erfolg hat, wenn man sich auf Augenhöhe begegnet. Die Autobauer verlieren langsam die Skepsis vor der Mobilität der Zukunft. Zunächst einmal vor Apple.

iCar immer noch Gerücht

Ob Apple an einem iCar forscht wie Google am Google Car, ist immer noch nicht sicher. Apple dementiert weiter. Doch wer die Entwicklung auf dem Automobilmarkt mit offenen Augen verfolgt, erkennt, wie stark die IT-Konzerne bereits in der Mobilität der Zukunft involviert sind. Vor allem Apps sind in den Neuwagen nicht mehr wegzudenken. Seit einiger Zeit drängt Apple jedoch stärker in die Welt der Autobauer ein, zunächst in den USA, doch nun auch in Europa. Vor allem mit BMW bahnt sich eine Liaison an, die für beide Parteien vorteilhaft sein könnte.

iCar und i3 – stehen Apple und BMW gleichberechtigt nebeneinander?

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge sieht der Chef von BMW eine Kooperation mit Apple eher als Chance. Das IT-Unternehmen kann sich mit eigenen Stärken in die Zusammenarbeit einbringen, was über Apps weit hinausgeht. So glänzt Apple beispielsweise beim Design und den Bedienoberflächen. Was Apple nicht kann, die traditionellen Aufgaben der Fahrzeugherstellung, bleibt weiterhin in der Hand der Bayern. Allerdings gibt es noch Bedenken, ob beide Marken in der Ansicht der Verbraucher gleichberechtigt nebeneinander stehen können oder ob der Glanz Apples BMW nicht klein dastehen lässt.

iCar aus neuer Generation des i3

Im Bericht der Süddeutschen Zeitung werden bereits zwei mögliche Szenarien für das Auto der Zukunft durchgespielt, welche Gerüchte nahelegen. So könnte ausgehend vom i3 ein Auto entstehen, das wie das Google Car hauptsächlich als Citymobil gedacht ist und autonom fahren kann. Allerdings würde die Kopie des Google Car kaum den Ansprüchen der beiden Marken genügen, vermutet die Süddeutsche. Die zweite Möglichkeit ist eine neue Generation des i3, die in Leichtbauweise gefertigt wird und deren Herstellungskosten gesenkt werden. Für dieses Vorhaben könnte der österreichische Zulieferer Magna ins Boot geholt werden, mit welchem Apple Gerüchten zufolge bereits Gespräche geführt hat. Diese Konstellation dürfte für alle drei Beteiligten auf allen Gebieten einen Wettbewerbsvorsprung bedeuten und der Konkurrenz schlaflose Nächte bringen. Allerdings sind die klaren Grenzen zwischen den Marken eben noch nicht gezogen.

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