Kaum Hoffnung für das Segment der Elektroautos

Die deutschen Premiumhersteller VW, BMW und Daimler haben 2014 eine Modelloffensive gestartet, um das Image der umweltfreundlichen Stromer zu verbessern und die Verkaufszahlen anzukurbeln. Allein – es hat nichts genützt. Das Geschäft lief auch in diesem Jahr schlechter als gehofft. Dies ist nicht nur schlecht für die Fahrzeughersteller, sondern auch für die gesteckten Klimaschutzziele.

Opel Ampera

Leider ein Flop für Opel – der Ampera Foto: © GM Company

Nur 24.000 verkaufte Elektroautos

Dem aktuellen Bericht der NPE, der Nationalen Plattform Elektromobilität zufolge, aus dem das „Handelsblatt“ zitiert, wurden im Jahr 2014 bislang nur 24.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Dies ist weniger als ein Viertel des gesteckten Zieles, angestrebt wurden 100.000 neue Elektroautos auf deutschen Straßen. Allerdings konnten einige Autobauer mit ihren Elektroautos auch Erfolge verbuchen. Allen voran die Premiummarken Porsche, BMW und Volkswagen. Porsche konnte mit seinem Hybriden 918 punkten. Der Sportler ist zwar vergleichsweise teuer, doch innerhalb eines Jahres war die komplette Produktion ausverkauft. Allerdings ging der große Teil der Modellreihe ins Ausland. BMW glänzt mit dem i3 sowie dem i8, von denen ebenfalls viele ins Ausland verkauft wurden. Volkswagen konnte von seinem vergleichsweise teuren Stromer e-Up auch zahlreiche Modelle absetzen.

Opels Ampera floppt

Der Verlierer im Segment der Elektroautos ist Opel. Die Rüsselsheimer, die sich in den vergangenen Jahren als Vorreiter im Bereich Alternative Mobilität generiert haben, floppten mit ihrem Hybriden Ampera, die Produktion des Modells soll 2016 eingestellt werden. Einen Nachfolger soll es laut Opel-Chef Neumann allerdings geben. Der Misserfolg von Opel und anderen Herstellern liegt nicht zuletzt daran, dass die Technik trotz aller Versprechungen der Autobauer noch nicht ausgereift ist, wie zuletzt der Langzeittest des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC zeigte.

Bereits nach drei Jahren hoher Leistungsverlust

Der Verein hat sich den Mitsubishi i-MiEV vorgenommen und drei Jahre lang getestet. Das Resultat war, dass die Batterien nach dieser kurzen Zeit und knapp 40.000 gefahrenen Kilometern bereits 17 Prozent ihrer Leistung verlieren. Damit verbunden ist eine weitere Reduzierung der ohnehin nicht üppigen Reichweite. Da ab einem Leistungsverlust des Akku ab 20 Prozent dieser auch ausgetauscht werden sollte, wird der Geldbeutel alle drei Jahre zusätzlich belastet. Der Autobauer macht zwar einen übermäßigen Gebrauch der Schnellladefunktion für den Leistungsverlust verantwortlich, doch auch dies wird das Ansehen der Stromer wohl kaum heben können.

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