Lösung für Elektroautos: Batterien nach Bedarf

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Es ist kein Geheimnis, für kurze Strecken, den kleinen Einkauf im Supermarkt, eignen sich kleine, leichte Autos am Besten, für lange Fahrten auf der Autobahn in den Urlaub, darf es schon einmal ein größeres sein, das etwas mehr Gewicht und einen größeren Tank hat. Doch mehrere Fahrzeuge können sich die wenigsten leisten. Das Osnabrücker Unternehmen CTE GmbH arbeitet derzeit an einem System für Elektrofahrzeuge, mit dem man sein Auto je nach Bedarf anpassen kann.

 

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Mit der Entwicklung der CTE GmbH könnten Elektrofahrzeuge salonfähiger werden Foto: © GM Company

Die Funktion ist denkbar einfach. Die Ingenieure der CTE GmbH haben einen Akku entwickelt, der aus sechs einzelnen, schuhkartongroßen Modulen zusammengesetzt ist, die beliebig entnommen und wieder eingesetzt werden können. Sebastian Pricker, einem der Entwickler, zufolge, ist es einem Kleinwagen möglich, mit nur einem Modul eine Strecke von knapp 10 Kilometern rein elektrisch zurückzulegen. Genug für den Einkauf um die Ecke.

Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand. Entfernt man überflüssige Module, die auf kurzen Strecken nicht benötigt werden, wird das Fahrzeug leichter und spart dadurch Energie, wodurch die Reichweite verlängert wird. Eine elegante Lösung für ein Problem, das die Elektroautos derzeit noch haben. Der einzelne Akkublock ist sehr schwer und auf kurzen Strecken nur unnötiger Ballast, wodurch die Fahrt zur Zapfsäule häufiger angetreten werden muss.

Module, die nicht genutzt werden, können ihre Zeit daheim an der Ladestation verbringen. So wären ständig geladene Akkus verfügbar. Die Entwickler streben eine universelle Einsetzbarkeit der Module an, sodass sie nicht nur in Elektroautos, sondern auch in Rollern oder Pedelecs eingesetzt werden können. Zudem gibt es dadurch auch die Möglichkeit, die Module zu mieten, statt sie zu kaufen. Die Entwicklung der CTE GmbH könnte auf lange Sicht dazu beitragen, dass Elektrofahrzeuge salonfähiger werden. Vielleicht wird der Traum der Bundeskanzlerin ja doch wahr, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen.

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