Mautpläne werden konkreter

Vor der Bundestagswahl erwies sich das Thema Autobahn-Maut als heißes Eisen, mit dem nicht wenige mit falschen Versprechungen bei den Wählern zu punkten versuchten. So forderte beispielsweise CSU-Chef Horst Seehofer eine Maut, die nur für Ausländer gelten sollte. Allerdings stieß Seehofer mit dem Vorstoß selbst in den eigenen Reihen auf harten Gegenwind. Zudem hätte eine solche Regelung gegen geltendes EU-Recht verstoßen.

 

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Die Mautpläne für deutsche Autobahnen werden immer konkreter

Verkehrsministerium prüft Maut nach österreichischem Vorbild

Nun ist die Bundestagswahl gelaufen, die Wogen haben sich geglättet und die Pläne für eine Maut werden konkreter. Medienberichten zufolge prüft das Bundesverkehrsministerium eine Maut nach österreichischem Vorbild. Die Maut, die sowohl für deutsche als auch ausländische Autofahrer gelte, sieht eine Vignette vor, die maximal für ein ganzes Jahr gilt und für 100 Euro erworben werden könne. Für Autofahrer, die die deutschen Autobahnen nur für kurze Zeit benutzen wollen, würden die Kosten entsprechend geringer ausfallen.

Öko-Rabatt für schadstoffarme Fahrzeuge

Die Kosten der Vignette würden mit der Kfz-Versicherung verrechnet. Für Besitzer von Fahrzeugen, deren Steuer aufgrund des schadstoffarmen Betriebs unter 100 Euro liegt, ist dem Verkehrsinnenministerium ein Öko-Rabatt vorgesehen. Derzeit würden laut einem Sprecher des Ministeriums auch weiter Möglichkeiten der Realisierung der Maut geprüft. Besonders wichtig sei demnach, dass in Deutschland zugelassene PKW nicht zusätzlich belastet würden. Das Ministerium muss sich allerdings nicht auf das österreichische Modell beschränken. In Europa existieren derzeit mehrere Blaupausen, an denen sich die Planung orientieren kann.

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