Mondsüchtig

Elektroautos werden in Deutschland weiterhin eher stiefmütterlich behandelt, obwohl die Bundesregierung große Pläne hat. Um bis 2020 die gewünschte Anzahl an Elektroautos auf die bundesdeutschen Straßen zu bringen, will Bundesverkehrsminister nun einige neue Anreize auf den Weg bringen, um den Verkauf der umweltfreundlichen Fahrzeuge zu fördern. Andere haben das gleiche Ziel. Doch sie setzen eher auf den Mond.

 

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Foto: © Tim Reckmann/pixelio.de

Freie Parkplätze und Nutzung der Busspuren

Um die Deutschen von den Elektroautos zu überzeugen, will Verkehrsminister Dobrindt die Nutzung der umweltfreundlichen Fahrzeuge an Vergünstigungen koppeln. Dem neuen Elektromobilitätsgesetz zufolge dürften die Autos auch Busspuren benutzen und auf speziellen Parkplätzen frei parken. Zudem plant Dobrindt eine bundesweit einheitliche Beschilderung der Ladestationen. Allerdings liegt hier genau das Problem. Es gibt derzeit nicht allzu viel zu beschildern, das Netz der Ladestationen ist sehr löchrig, was die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge, die eine geringe Reichweite aufweisen, deutlich senkt.

Der Mond als Energielieferant

Hier will der Architekt André Brößel ansetzen. Ladestationen will er zwar nicht bauen, doch mit seiner Entwicklung könnte eines der größten Probleme der Elektromobilität gelöst werden – und zwar auf wirklich umweltfreundliche Weise. Brößel hat eine neue Art der Sonnenkollektoren entwickelt. Dank der Kugelform seiner Erfindung kann das Lich im Brennpunkt auf das 20.000-fache erhöht werden. Damit können mehr als 50 Prozent des eingestrahlten Lichtes in Strom umgewandelt werden. Zudem sind die Generatoren schwenkbar, sodass sie immer auf den optimalen Winkel zum Licht eingestellt werden können. Auf diese Weise kann sogar das Mondlicht genutzt werden, um das Auto aufzuladen.

Interesse in der Automobilindustrie

Die Industrie ist bereits auf das 4.200 Euro teure System Beta.ray aufmerksam geworden. Derzeit befinde man sich mit zwei deutschen Fahrzeugherstellern im Gespräch, sagte Brößel dem Magazin Spiegel Online. Werde man sich einig, könne noch in diesem Jahr eine Ladestation für Elektroautos entwickelt werden. Zudem würde das System mit der Unterstützung aus der Automobilindustrie deutlich günstiger.

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