Neue Runde im Kältemittelstreit

Die Unterstützung, welche die deutschen Autobauer durch die EU-Kommission kürzlich erhielt, hat offenbar doch keinen Einfluss auf den laufenden Kältemittelstreit, der zwischen der EU und den Fahrzeugherstellern schwelt. Derzeit deutet alles darauf hin, dass die EU ein Gerichtsverfahren gegen die BRD anstrebt.

 Kältemittel R1234f Daimler EU

EU-Kommission strebt Gerichtsverfahren an

Demnach wolle man auf der Sitzung, die am 24.09. stattfindet, einen Beschluss fassen, der den Streit um das Kältemittel R134a auf die nächste Stufe hebt. Dies teilte eine bislang unbekannte Person, die mit dem Vorgang vertraut sei, der Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende mit. Nach der Sitzung soll die Bundesregierung eine weitere Stellungnahme der EU-Kommission erhalten sowie eine letzte Frist, während welcher Daimler auf das neue Kältemittel R1234f umsteigen soll. Verstreicht diese Frist und Daimler bleibe weiterhin bei seiner Haltung, soll eine Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht werden, die bei einem positiven Ausgang eine hohe Geldstrafe nach sich zieht. Das Verfahren wird voraussichtlich zwei Jahre dauern.

Leise Hoffnungen vernichtet

Anfang der Woche wurden leise Hoffnungen geweckt, dass die EU-Kommission einlenken könnte. Der Vorsitzende des EU-Verkehrsausschusses, Michael Cramer, wandte sich mit einem Brief an die Autobauer und forderte diese auf, auf den Einsatz des umstrittenen Kältemittels R1234f zu verzichten. Vielmehr sollte jetzt mit Hochdruck an eine Lösung gearbeitet werden, die auf CO2 basiere, da dies umweltfreundlich und sicher sei. Notfall müsse die Frist verlängert werden, bis das Kältemittel R134a endgültig verbannt wird. Zudem strengt die EU ein Kartellverfahren gegen die beiden Chemie-Konzerne an, die das Kältemittel R1234f herstellen. Die neuerlichen Ankündigungen machen die Hoffnung auf eine gütliche Einigung nun wieder zunichte.

Schenke Sterne

1 Comment

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  1. Da kann man ja froh sein, Das häusliche und gewerbliche Klimaanlagen, VRF Systeme und Klimaschrank Module nicht mit dem Kältemittel R134a arbeiten. Man stelle sich mal die Auswirkungen im industriellen Sektor vor, wenn hier die gesamte Klimatechnik ausgetauscht werden müsste…

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