Neuer Mängelreport der GTÜ

Der Mängelreport, den die Gesellschaft für technische Überwachung für das erste Halbjahr 2014 veröffentlicht hat, offenbart einen bedenklichen Zustand der Fahrzeuge, die auf den Straßen der Bundesrepublik unterwegs sind. Demnach stellten die Prüfingenieure bei fast jedem vierten Fahrzeug erhebliche Mängel fest.

4.1.1

Foto: © GTÜ/pixelio.de

Fast jeder Dritte mit Mängel an der Elektronik

Knapp 23 Prozent der von der GTÜ im vergangenen halben Jahr getesteten Fahrzeuge waren in einem bedenklichen Zustand. Besonders im Bereich der Elektronik und Beleuchtung wurden Mängel festgestellt. Hier wiesen nach Hochrechnungen etwa 13 Millionen getestete Fahrzeuge Mängel auf. Dies sind fast 30 Prozent der in Deutschland angemeldeten Fahrzeuge. Noch bedenklicher sind allerdings die Mängel, die bei 8,6 Millionen der getesteten Fahrzeuge entdeckt wurden. Dabei handelte es sich um fehlerhafte Bremsanlagen. Öllecks, übermäßiger Lärm und Abgasentwicklung sowie weitere umweltbelastende Mängel wurden bei mehr als 15 Prozent aller Fahrzeuge moniert.

Verbesserung bei leichten Mängeln

Nur 60,8 Prozent aller getesteten Fahrzeuge konnten ohne eine Beanstandung mit einer Plakette versehen werden. Positive Nachrichten vermeldete die GTÜ allerdings bei Fahrzeugen mit geringen Mängeln. Die Anzahl dieser Fahrzeuge betrug im ersten Halbjahr 39,2 Prozent, ein Rückgang um 0,6 Prozent. Die GTÜ führte die leichte Verbesserung der Zahlen auf ein gesteigertes Wartungsbewusstsein zurück. Auf Basis des Mängelreportes hat die GTÜ erneut ein Ranking der Gebrauchtwagen aufgestellt. In der Fahrzeugklasse der Kleinwagen im Alter von bis zu drei Jahren steht demnach der Kia Rio an der Spitze. Bei diesem wurden lediglich in 1,69 Prozent der Fälle Mängel festgestellt. Spitzenreiter in der Kompaktklasse der ein- bis dreijährigen ist der Toyota Prius, in der Mittelklasse hat der Peugeot 508 die Nase vorn. Die Oberklasse wird vom VW Phaeton dominiert. Am unteren Ende rangieren der Daihatsu Sirion, der Renault Megane und der Laguna sowie der Volvo V70/S80.

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1 Comment

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  1. Ach ja?

    GTÜ beanstandet 23 % aller geprüften Fahrzeuge?
    Aber mein verkehrsunsicher bewertetes FZG nicht.

    Ich kaufte im Juli ein am 1.4. von GTÜ untersuchtes Fahrzeug, es war mit Mängelfrei plakettiert worden.
    Da eine Reparatur an der AC notwendig wurde, kam es auf die Hebebühne.
    Nun war der untere Bereich gut zu sehen. Und siehe da, an beiden Längsträgern waren dicke Aufplatzungen zu erkennen. Ein Pieks mit dem Schraubenzieher und schon fiel mir (ich bin Laie) ein dicker überlackierter Brocken Spachtelmasse mit Rostanhaftungen in die Hand und offenbarte ein längeres Loch im Träger.
    Bei weiterem Forschen ergab sich ein ähnlicher Zustand beider Längsträger.
    Hier hatte offenbar jemand mit Pfuscharbeit etwas vor dem HU-Termin vorführgerecht vorgetäuscht, was nicht war und es wurde vom Prüfer “übersehen”.

    Eine andere GTÜ Prüfstelle stellte bei Vorführung Verkehrsuntauglichkeit des Fzg fest, es müsste still gelegt werden.

    Meine Beschwerde (gerade drei Monate nach der HU) wurde zurückgewiesen, weil sich dieser Mangel in der Zeit von April bis Juli entwickelt haben konnte.

    Also Fazit von GTÜ, in drei Monaten wurde Spachtelmasse aufgetragen, überlackiert und die war so aggressiv, dass sie den Längsträger durchrosten ließ und es ist ihr Problem, lieber Kunde, den wir mit unser qualitativen Leistung an uns binden wollen (so die Philosphoe von GTÜ).

    Ich denke eher, dass ein drei Buchstaben Unternehmen das sich mit dem HU-Untersuchungsprivileg für Fzg dumm und dösig verdient, eine gesetzliche Maschine zum Gelddrucken bekommen hat.
    Wenn es jedoch “Mist baut”zieht es sich aus der Verantwortung zurück.

    Schicksal und gute Fahrt, lieber Kunde

    beim nächsten HU Termin wieder GTÜ? N I E

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