Partner für das Google Auto gefunden?

Zuletzt hatte der Automobilhersteller Audi bei der Mobilität der Zukunft die Nase vorn. Den Ingolstädtern gelang es, einen umgebauten A7 den Weg zur Messe CES vollkommen autonom fahren zu lassen. Die Strecke zwischen dem Startort Silicon Valley und dem Ziel Las Vegas, wo die CES stattfand, beträgt knapp 900 Kilometer. Beim wichtigsten Konkurrenten Google sah es bislang weniger gut aus. Die Suche nach einem Partner für das Google Auto gestaltete sich schwierig. Bis jetzt.

Google Auto Partner gefunden

Hat sich endlich ein Partner zur Herstellung des Google Autos gefunden?

Mit schnellen Schritten in die Mobilität der Zukunft

Der Internetgigant Google will mit seinem Auto der Zukunft den Einstieg in die Automobilindustrie schaffen und den Weg in die Mobilität der Zukunft bereiten. Die Arbeiten an dem Google Auto sind auch weit fortgeschritten, so dass einer Testflotte nichts mehr im Weg stünde. Allerdings ist und bleibt Google kein Fahrzeughersteller, so dass der Konzern auf eine Kooperation mit einem Autobauer oder Zulieferer angewiesen ist. Doch die Suche nach einem solchen gestaltete sich schwierig. Sorgen um das Image und das seltsame Design des Google Autos, das an ein Ei auf Rädern erinnert, ließen die Automobilunternehmen zurückschrecken. Einer der wichtigsten Gründe war jedoch, dass die Autobauer selbst ein großes Interesse an den Daten haben, die beim autonomen Fahren gesammelt werden könnten und befürchteten einen Konflikt mit dem häufig als Datenkrake bezeichneten Internetgiganten. Doch nun sieht es so aus, als ob das Google Auto schneller als gedacht auf die Straßen kann.

Auto der Zukunft soll bereits 2020 Realität werden

Denn das Unternehmen macht gehörig Druck und überrascht die Experten mit waghalsigen Prognosen. Bereits in fünf Jahren sollen die Autos der Zukunft das Autofahren revolutionieren und die Mobilität der Zukunft einläuten. Damit ist Google noch optimistischer als das Wunderkind der Branche, Elon Musk. Dieser rechnet frühestens 2022 mit dem Auto der Zukunft. Um die Arbeiten voranzutreiben, hat Google nun auf der Detroit Motor Show angekündigt, bis zum Frühjahr eine Testflotte von 150 Google Auto herzustellen. Unterstützung erhält das Unternehmen von Zulieferern wie Bosch, Continental und ZF Lenksysteme. Der Autobauer General Motors hat ebenfalls bereits Unterstützung signalisiert. Verhandlungen mit Daimler, Volkswagen, Chrysler Ford und Toyota sollen demnächst beginnen. Der Standort der Produktion wird sich voraussichtlich in der Nähe von Detroit befinden, in den Hallen des Fahrzeugentwicklers Roush.

Kompromisse bei der Steuerung des Google Autos

Um Partner für die Herstellung des Google Autos nicht zu verschrecken, war der Internetgigant offenbar zu Kompromissen bereit. Die Wagen der Testflotte werden demnach ein Lenkrad sowie Gas- und Bremspedal erhalten, wodurch der Fahrer das Steuer selbst wieder in die Hand nehmen kann. Ursprünglich war das Google Auto vollständig auf autonomes Fahren ausgelegt, ohne Zugriffmöglichkeit für den Fahrer. Dies wäre jedoch ein Handicap für das Auto der Zukunft gewesen. Viele Autofahrer sind Umfragen zufolge skeptisch, was das autonome Fahren betrifft, da sie fürchten, ihre Unabhängigkeit bei der Mobilität der Zukunft zu verlieren. Ein Auto der Zukunft ganz ohne die Möglichkeit, bei Bedarf selbst steuern zu können, wäre daher kaum ein Erfolg. Auch juristisch hätte es mit einem Fahrzeug, bei dem der Fahrer nicht die Möglichkeit hat zu steuern, Probleme gegeben.

Voraussichtlich keine regulativen oder rechtlichen Probleme

Beim eiförmigen Design bleibt der Konzern allerdings hart. Der Projektchef Chris Urmson begründete dies mit dem Vertrauen, welches die Verbraucher in das autonome Fahren haben sollen. Und dies würde wohl kaum aufgebaut werden, wenn ein einschüchternder SUV als Vertreter des autonomen Fahrens in der Nachbarschaft herumfährt. Bleibt nur noch die Frage nach den rechtlichen Vorgaben zur Mobilität der Zukunft. Doch darüber will sich bei Google offenbar niemand den Kopf zerbrechen. Das Unternehmen rechne nicht mit großen regulativen oder rechtlichen Problemen, teilte Urmson demnach dem Wall Street Journal mit.

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