Porsche: Rätsel um 911-Brände gelöst

Vor wenigen Wochen hat Porsche seinen neuen 911 GT 3 zurückgerufen und davon abgeraten, mit dem Wagen zu fahren. Der Grund waren Vorfälle in der Schweiz und in Süditalien, in denen zwei der Sportwagen in Flammen aufgingen. Nach eingehender Untersuchung konnte der Fahrzeughersteller nun die Ursache der Brände herausfinden.

 

Porsche Rückruf

Foto: © Andreas Müller/pixelio.de

Pleuel sorgten für Schaden am Kurbelgehäuse

Nach dem Porsche-Brand in Italien berichtete der Fahrer, dass kurz vor dem Vorfall die Öldruckkontrollleuchte anging. Die Kantonspolizei in der Schweiz sprach von Öl, das aus dem Heckmotor ausgetreten sei. Das ausgetretene Öl habe den Brand verursacht. Wie Porsche nun bekannt gab, entsprach die Vermutung den Tatsachen. Die Pleuel des Motors waren fehlerhaft verschraubt, sodass diese sich lösen und das Kurbelgehäuse beschädigen konnten. Das daraufhin austretende Öl entzündete sich am heißen Motor.

Porsche tauscht Motoren aus

Der Fahrzeughersteller will nun die Motoren der insgesamt 785 zurückgerufenen, knapp 160.000 teuren Fahrzeuge austauschen. Etwas peinlich für Ferdinand Piech, den Aufsichtsratschef des Mutterkonzerns Volkswagen. Dieser hatte auf dem Genfer Autosalon noch vollmundig festgestellt, dass man keine brennenden Autos brauche. Damals waren die Worte an Tesla gerichtet, den Hersteller von Elektrofahrzeugen der Oberklasse. Tesla hatte im vergangenen Jahr ebenfalls mit Bränden seiner Elektrolimousine Model S zu kämpfen. Die Vorfälle mit den Elektroautos entstanden allerdings, anders als beim 911 GT3, aufgrund externer Umstände. Piechs Worte kommen nun wie ein Bumerang auf ihn zurück.

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