Radarwarner-Apps sind weiterhin illegal

Die gestrige Blitzerorgie hat nicht wenige Autofahrer genervt.Einige dürfen sich nun auf teure Post mit ihrem Bild einstellen. Natürlich haben sich auch viele Gedanken gemacht, wie die Blitzer zu umgehen sind. Der Verkehrsfunk im Radio hat wie üblich gemeldet, auch im Internet waren Listen mit Standorten zu finden. Doch natürlich konnten in der kurzen Zeit nicht alle Orte auf eine Liste gebracht werden. Vor einiger Zeit dachten sich ein paar findige Leute, warum nicht die moderne Technik dafür genutzt werden könnte und wollten eine App entwickeln, die vor Blitzern warnt. Doch der Idee schoben die Behörden schnell den Riegel vor.

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Blitzer-Warner bleiben weiterhin verboten Foto: © seedo/pixelio.de

Und der Riegel wird höchstwahrscheinlich auch nicht zurückgezogen. Eine derartige App bleibt verboten. Dafür hatten sich zuletzt im April die Verkehrsminister der Bundesländer geeinigt. Bei einer entsprechenden Abstimmung stimmten die Minister von zwölf Bundesländern dafür, die Geräte zu verbieten. Nur die Verkehrsminister aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen sprachen sich für eine Legalisierung aus.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sagte dazu, dass nicht mehr Sicherheit für das Rasen das Ziel sei, sondern generelle Sicherheit im Straßenverkehr. Würden Verkehrssünder rechtzeitig vor einem Blitzer gewarnt, könnten sie die Strecke bis hinter den Blitzer im korrekten Tempo fahren und dann wieder aufs Gas treten, ohne ein Risiko einzugehen. Auch die Polizei sprach sich gegen eine Zulassung von Warngeräten aus.

Sven Morlok, der Verkehrsminister von Sachsen und Abgeordneter der FDP, sagte zu seiner Befürwortung der Geräte, dass eine Kontrolle des Verbots kaum möglich sei. Zudem würden die Melder auch zur Verkehrssicherheit beitragen, so Morlok. Der Automobilclub ADAC schloss sich der Haltung des sächsischen Verkehrsministers an. Doch die Warner bleiben verboten. Eine Forderung nach Legalisierung mit der Begründung, es würde die Verkehrssicherheit erhöhen, wäre “abenteuerlich” urteilte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister und SPD-Mann Reinhard Meyer.

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