Resumee zur Blitzerorgie

Am Donnerstag führte die Polizei eine groß angelegte Blitzeraktion durch. Bundesweit waren an knapp 8.700 Stellen fast 15.000 Beamte 24 Stunden lang im Einsatz, um Temposünder zu erwischen. Allerdings wurde die Aktion vorher medial angekündigt, sodass die meisten Autofahrer gewarnt wurden und penibel aufs Tempo achteten. So blieb die Ausbeute für die Beamten mager. Allerdings gab es auch spektakuläre Aufnahmen und skurrile Ereignisse.

 

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Die deutschen Autofahrer waren am Donnerstag gewarnt, so dass den Beamten kaum Temposünder ins Netz gingen Foto: © seedo/pixelio.de

Ab Freitagmorgen um 6 Uhr konnten die Beamten ein Resumee ziehen. Der größte Teil der der Autofahrer hielt sich an die erlaubten Geschwindigkeiten. Ein Polizeisprecher in München teilte mit, dass knapp ein Prozent der Fahrer geblitzt wurde. Doch von den wenigen geblitzten Autofahrern haben die Polizisten einiges zu berichten. So reichte es einem Autofahrer in Dortmund offenbar nicht, nur ein Bild nach Hause geschickt zu bekommen.

Zum ersten Mal wurde er rausgewunken, weil er in einer Tempo-50-Zone fast mit der doppelten Geschwindigkeit am Blitzer vorbeirauschte. Bei der folgenden Kontrolle bemerkten die Beamten, dass der Fahrzeughalter die Kfz-Steuer bezahlt hatte. Der Mann allerdings war uneinsichtig und reagierte stark emotional. Nach dem Ende der Kontrolle drückte er das Gaspedal etwas zu weit durch. Um kurz darauf in einer weiteren Kontrolle zu landen. Diesmal war er 28 km/h zu schnell.

Im Raum Krefeld wurden die Kontrollstationen der Beamten teilweise lahmgelegt, weil die Besatzungen abgezogen werden mussten. Die Beamten mussten sich einige Zeit auf die Jagd nach ausgebrochenen Lamas begeben. Allerdings sorgten die Tiere dafür, dass auch die Autofahrer nicht zu schnell fahren konnten. In Krefeld sprang eines die Lamas über mehrere Motorhauben und beschädigte diese.

Die Aktion der Polizei kam vor allem bei Anwohnern gut an, die in ihren vom Verkehr stark frequentierten Stadteilen von Rasern geplagt sind. In Hamburg solidarisierten sich einige Menschen mit den Beamten und brachten ihnen bei dem trüben Wetter Kaffee an ihre Blitzerstationen. Im Netz allerdings sah es etwas anders aus. Vor allem bei dem Kurznachrichtendienst Twitter konnte man am Donnerstag unter dem Hashtag #Blitzmarathon allerlei witzige und hämische Kommentare über die Blitzer und schleichende Verkehrsteilnehmer lesen.

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