Rückrufe bei Toyota, Eingeständnis bei GM

Wenn es die kommenden Wochen so weitergeht wie die vergangenen Monate, könnte das Jahr 2014 als das „Jahr der Rückrufe“ in die Geschichte des Automobils eingehen. Toyota trägt nun erneut seinen Teil zu diesem Umstand bei. Erneut muss der japanische Autobauer Fahrzeuge zurückrufen, deren Zahl in die Millionen geht. Langsam aber sicher werden diese spektakulären Rückrufaktionen zu einem Problem für das Image der Marke.

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Foto: © Erich Westendarp/pixelio.de

Defekte Bremskopfzylinder und Benzinleitungen

Insgesamt 1,75 Millionen Toyota müssen zurückgerufen werden, vor allem Fahrzeuge der Marken Auris, Crown und Noah. Ein Großteil dieser Fahrzeuge rollen auf japanischen, chinesischen und US-amerikanischen Straßen, doch auch in Deutschland sind betroffene Autos unterwegs, in dem Fall handelt es sich um knapp 3.000 Fahrzeuge von Lexus. Der Grund für den Rückruf ist ein Defekt am Bremskopfzylinder. Zudem gebe es Probleme mit den Benzinleitungen. Schäden oder gar Brände seien dadurch bislang nicht entstanden, versicherte Toyota.

Schwere Krise für GM

Mehrere Millionen Fahrzeuge musste der einstige Branchenprimus Toyota allein in diesem Jahr zurückrufen, doch die Probleme sind im Vergleich mit denen eines anderen Fahrzeugherstellers eher marginal. Der US-amerikanische Fahrzeughersteller General Motors steckt derzeit in einer Affäre, die dem Image der Marke langfristig Schaden zufügen könnte. Denn der Autobauer hatte es in den vergangenen Jahren trotz des Wissens darum unterlassen, Modelle aus seinem Hause zurückzurufen, die mit einem defekten Zündschloss unterwegs waren. Der Defekt führte dazu, dass die Position des Zündschlüssels während der Fahrt auf „Aus“ springen konnte, wodurch wichtige Sicherheitselemente wie der Bremskraftverstärker, die Servolenkung und der Airbag abgeschaltet wurden.

Zahl der Getöteten auf 27 korrigiert

Die Folge waren zahlreiche, zum Teil tödliche Unfälle, wie das Unternehmen zugeben musste. Bislang ist allerdings nicht klar, wieviele Todesfälle auf diesen Defekt zurückzuführen sind. Bislang ist General Motors von insgesamt 23 getöteten Menschen ausgegangen. Diese Zahl musste das Unternehmen nun allerdings auf 27 korrigieren. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass damit das letzte Wort gesprochen ist. Verbraucherschützer und die Anwälte der geschädigten Familien gehen von etwa 300 Todesopfern aus. Insgesamt 1371 Anträge auf Entschädigung im Verletzungs- oder Todesfalle sind bei GM eingegangen, eit das Unternehmen einen Fonds für die Geschädigten zum ersten August eingerichtet hat. In 52 dieser Fälle wurde bereits eine Entschädigung zugesichert.

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