Russland-Sanktionen treffen Autobauer hart

Nach zahlreichen anderen Wirtschaftszweigen erwischt die Krise in Osteuropa nun auch die Autoindustrie. Der schwache aber vor allem die Krise und der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen machen Volkswagen und Opel in Russland schwer zu schaffen. Nun gab der Autobauer an, die Produktion herunterfahren zu müssen.

Opel VW Russland Sanktionen

Foto: © GM Company

Stopp der Bänder für zehn Tage

Der Grund ist ein massiver Absatzeinbruch für die Wolfsburger auf dem russischen Markt. Bis Ende Juli sind die Absätze um zehn Prozent gesunken. Statt den geplanten 150.000 Fahrzeugen werden in diesem Jahr wohl nur 120.000 verkauft. VW zieht nun die Konsequenzen und fährt die Produktion im Werk in Kaluga runter. Die Bänder werden voraussichtlich zehn Tage ruhen. Noch Ärger hat es die Opel-Gruppe getroffen, der in Russland auch das Geschäft mit der Marke Chevrolet untersteht. Der Umsatz der Rüsselsheimer ist in diesem äußerst wichtigen Markt sogar um 17 Prozent zurückgegangen, Chevrolet verlor 23 Prozent.

Milliardeninvestitionen in der Vergangenheit

Die aktuelle Entwicklung ist ein schwerer Schlag für die meisten deutschen Autobauer. Der russische Markt ist fast so groß wie der deutsche. In den vergangenen Jahren haben vor allem Opel und VW mehrere Milliarden Euro in den russischen Markt gesteckt, um neue Fertigungsstrukturen zu erstellen und den Markt auszubauen. In das VW-Werk Kaluga sollten bis 2018 weitere 1,2 Milliarden Euro fließen, um ein neues Motorenwerk zu bauen. Branchen-Experten sehen für die nahe Zukunft keine Besserung, im Gegenteil. Es könne sein, dass diese Entwicklung den Markt nachhaltig beschädigt. So lehnen es immer mehr mittelständische Zulieferer ab, den russischen Markt noch zu beliefern, der Ausbau des Lieferantennetzwerkes droht zu stagnieren.

Schenke Sterne

1 Comment

Add a Comment
  1. Im Bericht werden die negativen Auswirkungen, die den Mittelstand ebenso hart treffen berichtet. Ob bei den Autobauern, Maschinenbauern Zulieferern allen, die in der Vergangenheit Zeit und Geld in den Aufbau enger russischer Geschäftsbeziehungen gesteckt haben, sind verunsichert und werden durch die Sanktionsspirale anhaltend geschwächt ohne das man bisher eine positive Verhaltensänderung auf russischer Seite durch diese Massnahmen wahrnehmen konnte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Löse die Aufgabe! *

DAPARTO Blog © 2017 Impressum Frontier Theme