Schluss mit lustig

In den vergangenen Jahren hat das Wettrüsten der Pferdestärken deutlich zugenommen. PS-Zahlen jenseits der 200 sind keine Seltenheit mehr. Doch so langsam ist scheinbar das Ende der Fahnenstange erreicht. Technisch wäre zwar noch mehr drin. Doch die strengeren CO2-Richtlinien setzen dem Wettrüsten eine künstliche Grenze, wie eine Studie nun zeigt.

 

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Das Ende leistungsstarker Motoren? Die CO2-Obergrenze macht dem PS-Wettkampf den Garaus Foto: © Margot Kessler/pixelio.de

Seit zwei Jahren kaum Anstieg

Das CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hat sich die Zahlen der Zulassungsstatistik der Monate Januar bis September 2013 vorgenommen. Derzeit beträgt der durchschnittliche Wert der Pferdestärken der in Deutschland angemeldeten Wagen 137 PS. Dies entspricht ungefähr dem Wert des Vorjahres, was zeigt, dass die Steigerung der PS-Zahl im Gegensatz zu den Vorjahren stagniert.

Rasanter Anstieg seit 1995

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Pferdestärken rasant zugenommen. Im Jahr 1995 betrug diese noch 95 PS, ein Anstieg in 17 Jahren um 30 Prozent. Doch nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist nun Schluss mit lustig. Große PS-Sprünge wie in den vergangenen Jahren werden nicht mehr zu erwarten sein. Schlimmer noch. Dudenhöffer sieht das Ende der Fahnenstange erreicht.

CO2-Auflagen stoppen Wettkampf

Der Grund dafür liegt laut Dudenhöffer vor allem in den strengeren CO2-Auflagen der EU. Die Kommission fordert bis 2020 einen durchschnittlichen Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer. Dies macht vor allem den Herstellern von Premium-Herstellern zu schaffen. Daher versuchen diese mit allem Mitteln, den Beschluss der neuen Regelungen mit verstärkter Lobbyarbeit zu torpedieren. Mit Erfolg, wie es derzeit aussieht. Der Autolobby ist es gelungen, die Bundesregierung auf ihre Seite zu ziehen, die in diesem Jahre schon einige Sitzungen platzen ließ.

Grenze als Chance sehen

Dudenhöffer sieht in der CO2-Obergrenze jedoch vor allem eine Chance. Wie die Vergangenheit zeigt, konnten die Fahrzeughersteller ihre Leistung steigern und gleichzeitig den Verbrauch senken. Die Überzeugung der Autoindustrie, dass mit den neuen Grenzwerten die Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt werde, hält der Autoexperte für einen Irrtum. Zwar bremse die neue Regelung den PS-Wettkampf ein. Doch mit der Entwicklung neuer, innovativer Energiespartechnologien und der Herstellung deutlich leichterer Fahrzeuge sei die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin gegeben.

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