Schwachstelle Batterie

Man dreht den Zündschlüssel und statt des satten Brummelns des Motors hört man nur ein müdes Klicken. Die Batterie ist leer. Das Problem ist bekannt, seit der Akkumulator die Versorgung der Fahrzeugelektronik übernommen hat. Vor allem im Winter sitzt der Fahrer oftmals im kalten Auto und verwünscht die ständig leere Batterie. Seit die Elektronik im Fahrzeug noch mehr zunimmt, entwickelt sich das Problem zur wahren Plage.

 

Andrea mit Batterieladegerät am Auto

Entladene Batterien entwickeln sich zunehmend zur Plage. Schuld daran ist oftmals die Unwissenheit der Autofahrer Foto: © GTÜ/pixelio.de

Dem Automobilclub ADAC zufolge war im vergangenen Jahr eine leere oder gar defekte Batterie der Grund für jede dritte Panne. Insgesamt 685.751 Autofahrer mussten von den Pannenhelfern angesteuert werden. In den vergangenen Jahren macht die zunehmende Fahrzeugelektronik den Batterien mehr und mehr zu schaffen. Allein innerhalb der 14 Jahre bis 2010 hat sich die Anzahl der Pannen aufgrund von Batteriemängeln vervierfacht.

Auf Dauer wird eine Batterie, die nicht selten schon nach drei Jahren den Geist aufgibt, teuer für den Automobilbesitzer. Viele Werkstätten machen sich nicht die Mühe und überprüfen, ob die Batterie nur entladen ist und nach ein paar Stunden am Ladegerät wieder einsatzfähig wäre, sondern deklarieren den Akkumulator gleich als defekt. Ein lukratives Geschäft. Insgesamt werden jährlich deutschlandweit knapp zehn Millionen Stück des Bauteils verkauft.

Die Hersteller der Batterien versprechen seit einigen Jahren vollmundig wartungsfreie Batterien, die oftmals mehrere Monate im Regal stehen, bevor sich ein Käufer für sie findet. Zudem wurde mit dem Label “Wartungsfrei” die Möglichkeit genommen, die Batterie mit Schwefelsäure nachzufüllen. Kaum eine Batterie wird in der Zeit nachgeladen, wodurch der Kunde zumeist ein teilweise entladenes und überlagertes Produkt enthält, das natürlich den Anforderungen moderner Fahrzeugelektronik schon bald nicht mehr gewachsen ist. Beim Austausch nutzen die Werkstätten nun die Unwissenheit vieler Autofahrer aus, um ihnen gleich ein neues Produkt aufzuschwatzen, wodurch nicht nur die Kosten für die Batterie entstehen, sondern auch die Kosten für die Arbeitsstunden beim Einbau.

Allerdings kann der Autofahrer auch selbst dafür sorgen, dass die Batterie länger ihren Dienst verrichtet. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle des Standes der Schwefelsäure. Ist dies nicht möglich, da eine “wartungsfreie” Batterie im Wagen ihren Dienst verrichtet, kann mit einem preisgünstigen Multimeter regelmäßig die Spannung des Akkumulators gemessen werden. Auch ein digitaler Spannungsanzeiger, der über die Bordsteckdose misst, ist geeignet.

Eine weitere Möglichkeit ist ein sogenannter “Pulser”, der an die Pole der Batterie angeschlossen wird und der dafür sorgt, dass sich die Kristalle auf den Batterieplatten zurückbilden. Die Batterie wird durch die gleichmäßigen Stromimpulse wieder ladefähig. Auch völlig leere und als defekt deklarierte Batterien lassen sich auf diese Weise wieder reanimieren.

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


8 − = sechs

DAPARTO Blog © 2015 Impressum Frontier Theme