Skandal um General Motors weitet sich aus

Der Skandal um die defekten Zündschlösser trifft den Fahrzeughersteller General Motors und seine Tochterunternehmen hart. Doch nicht nur das Ansehen der Marke sinkt, auch andere Unternehmen geraten in den Sog des Autobauers. Jetzt hat es den deutschen Zulieferer Continental erwischt. Ihm wird vorgeworfen, General Motors fehlerhafte Airbags verkauft zu haben, obwohl das Unternehmen von den Defekten wusste.

Continental Airbags General Motors

Dem Zulieferer Continental wird vorgeworfen, General Motors trotz besseren Wissens defekte Airbags verkauft zu haben

Continental sei der Defekt seit Jahren bekannt gewesen

Beim Bundesgericht in Kalifornien ist eine Klage eingegangen, die Conti vorwirft, dass der Zulieferer Airbags an General Motors verkauft hat, obwohl die von ihr produzierten Produkte einen Defekt aufwiesen, was dem Unternehmen seit mindestens 2005 bekannt gewesen sein soll. Dem Vorwurf zufolge sei das System fehlerhaft gewesen, da es sich abschalte, wenn der Zündschlüssel in eine andere Position gebracht werde. Vor neun Jahren sollen Vertreter von Continental und General Motors einen Unfall untersucht haben, bei dem das Problem bereits aufgetreten sei. Allerdings habe man vermieden, die Airbagsysteme zu überarbeiten. Zudem wurden die Informationen weder den Behörden noch der Öffentlichkeit übermittelt.

Abschaltung der Airbags bei ausgestellter Zündung weltweit üblich

Eine Sprecherin des Zulieferers wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass es weltweit üblich sei, dass die Airbags bei ausgeschalteter Zündung abgestellt würden. Hintergrund der Affäre ist ein Rückruf von 2,6 Millionen Autos des US-amerikanischen Autobauers General Motors. Der Grund ist, dass dessen Fahrzeuge aufgrund defekter Zündschlösser während der Fahrt plötzlich ausgehen, wodurch auch die Sicherheitssysteme abgestellt werden. Vorwürfen zufolge wurden in den USA durch den Defekt zahlreiche Unfälle mit Todesfolge verursacht. Der Fahrzeughersteller soll seit zehn Jahren von dem Defekt gewusst haben. Auch die deutsche Konzerntochter Opel ist von dem Rückruf betroffen. Die Rüsselsheimer mussten mehr als 7.000 GT aus den Jahren 2007 bis 2010 zurückrufen.

Schenke Sterne

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


vier − = 3

DAPARTO Blog © 2015 Impressum Frontier Theme