Strengere CO2-Grenzwerte beschlossen

Das monatelange Ringen um die neuen CO2-Grenzwerte für europäische PKW hat ein Ende. Die EU hat sich nun auf strengere Werte einigen können. Der Beschluss ist allerdings ein Kompromiss, die Fahrzeughersteller konnten mit ihrer Lobbypolitik einige Zugeständnisse der EU-Kommission erreichen.

 

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Vertreter der Mitgliedsstaaten einigten sich

Wie der Vorsitz des EU-Rates, der derzeit von Litauen gestellt wird, haben die Vertreter der Mitgliedsstaaten am vergangenen Freitag dem vorgelegten Kompromiss zugestimmt. Wenige Tage zuvor hatte die Bundesregierung, die Sitzungen zu den neuen CO2-Grenzwerten seit Beginn 2013 torpediert hatte, ihre Blockadehaltung aufgegeben und Zustimmung signalisiert. Endgültig beschlossen sind die neuen Regelungen noch nicht, das EU-Parlament muss noch zustimmen. Doch dies ist offenbar nur noch eine Formalität, eine Mehrheit hat bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Teilerfolg für Lobby

Die Lobbyarbeit der deutschen Fahrzeughersteller hat mit diesem Kompromiss einige Teilziele erreicht. Ursprünglich sollte für europäische PKW ab 2020 ein CO2-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer gelten. Die Hersteller großer Premiummodelle sowie die Bundesregierung sahen daraufhin die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie gefährdet und blockierten die Verhandlungen zu der Neuregelung. Der nun beschlossene Kompromiss, der unter anderem von Litauen erarbeitet wurde, sieht vor, dass der neue Grenzwert zwölf Monate später in Kraft treten soll, wodurch die Fahrzeughersteller mehr Zeit bekommen, entsprechende Technologien zu entwickeln. Zudem können sich im Portfolio befindliche Elektroautos positiver auf den durchschnittlichen CO2-Grenzwert eines Herstellers auswirken.

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