Studenten hacken Tesla S

Hacker Tesla

Chinesischen Hackern ist es gelungen, in den Bordcomputer des Tesla S einzudringen und die Elektrolimousine fernzusteuern

Die digitale Revolution macht auch vor den Autos nicht halt und ist derzeit in vollem Gange. Aktuellen Erhebungen zufolge wächst der Markt für vernetzte Fahrzeuge jedes Jahr um 30 Prozent. In wenigen Jahren wird ein Großteil der Autos über einen vernetzten Bordcomputer verfügen.

Die neue Digitalisierung bringt jedoch nicht nur einen gesteigerten Komfort, sondern setzt die Fahrzeughersteller und Zulieferer auch vor bislang unbekannte Sicherheitsprobleme. Dies bekam nun auch die Marke Tesla zu spüren, das Wunderkind der Branche.

Manipulation des Systems bei voller Fahrt

Mit der Vernetzung des Autos werden auch Hackern ganz neue Möglichkeiten geboten. Chinesischen Studenten ist es nun gelungen, in die Bord-Elektronik eines Tesla S einzudringen. Sie konnten die Türen des Elektroautos öffnen, betätigten die Hupe, schalteten die Lampen ein und fuhren das Schiebedach zurück. Auf welche weiteren Systeme sie hätten zugreifen können, wurde nicht bekannt. Besonders pikant ist, dass die Studenten anders als bei anderen Hacks zuvor den Bordcomputer des Fahrzeuges nicht mehr direkt mit einem externen Computer verbinden mussten. Ihnen gelang es, über Funk in das System einzudringen und es bei voller Fahrt zu manipulieren.

Hack im Rahmen eines Wettbewerbes

Eine Gefahr bestand bei dieser Aktion allerdings zu keinem Zeitpunkt, der Zugriff auf den Bordcomputer der Luxuslimousine fand während der Syscan statt, einer Informations- und Sicherheitskonferenz in Peking. Auf dieser Konferenz hatte das Sicherheitsunternehmen Qihoo einen Wettbewerb ausgerufen und 10.000 Dollar Preisgeld ausgesetzt, wenn es gelang, die Limousine von Tesla zu hacken. Das Unternehmen bestätigte den gelungenen Hack, wiegelte jedoch gleich ab. Die Studenten brauchten mehrere Tage, um in das System zu gelangen. Das Sicherheits- und das Entwicklerteam hätten sich der Sache bereits angenommen und arbeiteten an einem Systemupdate, das eventuelle Sicherheitslücken schließen solle.

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