Studie zur Elektromobilität: Deutsche setzen weiter auf herkömmliche Antriebe

Im Grunde sind die Autobauer im Segment der Elektromobilität in Deutschland gut aufgestellt. 59 verschiedene Elektroautos sind derzeit auf dem Markt vorhanden und warten auf Käufer. Doch die Bundesbürger zieren sich, ein Elektroauto zu kaufen. Einer Studie zur Elektromobilität zufolge, welche vom Center Automotive Research (CAR) durchgeführt wurde und die vom Handelsblatt in einem aktuellen Bericht herangezogen wird, konnten pro Hersteller lediglich 14 Elektroautos verkauft. Entgegen einiger Gerüchte, die in den vergangenen Tagen laut wurden, will die Bundesregierung offenbar dennoch nicht klein beigeben und hält an ihrem Ziel fest, bis 2020 eine Million Stromer auf die Straßen zu bringen.

Elektroauto Förderung

Förderung der Elektromobilität ist zu zurückhaltend

Die Deutschen scheuen sich aus vielen Gründen, ein Elektroauto zu kaufen, wie zahlreiche Studien zur Elektromobilität belegen. Durch die geringe Reichweite und ein löchriges Tankstellennetz ist die Alltagstauglichkeit der Stromer in weiten Teilen Deutschlands gering. Hinzu kann es ein teurer Spaß sein, ein Elektroauto zu kaufen. Die Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität haben Erfolge erzielt, kaum jemand will Elektroautos kaufen. Experten gehen jedoch die Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität nicht weit genug. Sie werfen der Bundesregierung vor, zu passiv zu agieren. Und so bleibt Deutschland eine Benzinnation. Nicht zuletzt sorgt der niedrige Spritpreis dafür, dass es so bleibt, wie Studien zur Elektromobilität zeigen.

Trend geht zu SUV und viel PS

Aufgrund der geringen Spritpreise geht der Trend weg von der E-Mobilität in die gegenteilige Richtung. Die Bundesbürger wollen von E-Mobilität nichts wissen setzen vermehrt auf große Fahrzeuge wie SUV und hohe PS-Zahlen. CAR zufolge leisten Neuwagen, die in Deutschland zugelassen werden, derzeit durchschnittlich 143 PS. Das Institut rechnet zudem damit, dass allein in diesem Jahr rund 600.000 SUV neu zugelassen werden. Die Autobauer folgen dem Trend gern, stellen den Deutschen die Boliden zur Verfügung und vernachlässigen die Arbeit an umweltfreundlicheren Antrieben, zeigen Studien zur Elektromobilität.

Langfristig die falsche Strategie

Doch die Abkehr von der E-Mobilität könnte sich in wenigen Jahren als grundlegend falsche Entscheidung erweisen. Denn ab 2021 dürfen die Flotten der einzelnen Marken durchschnittlich nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen. Derzeit liegt dieser Wert bei 133 Gramm. Ohne Stromer und Plug-In-Hybride ist der neue Wert kaum zu erreichen, hohe Strafen drohen. Doch warum sollten die Autofahrer die teureren Elektroautos kaufen, wenn die mit herkömmlichen Antrieben günstiger und alltagstauglicher vorankommen?

Bundesregierung hält an Plänen zur E-Mobilität fest

Allen Widrigkeiten zum Trotz bleibt die Bundesregierung entgegen der Gerüchte in den vergangenen Tagen ihrem Vorhaben treu, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straßen der BRD zu bringen. Die Gerüchte wurden ausgelöst durch eine Kleine Anfrage der Grünen zur Elektromobilität, welche vom Wirtschaftsministerium ausweichend beantwortet wurde. Nun bezog Wirtschaftsminister Gabriel Stellung zu den Gerüchten und wies diese ab. Man wolle den vor zwei Jahren im Koalitionsvertrag festgehaltenen Plan weiter verfolgen und bis Ende des Jahrzehnts eine Million Stromer auf den Straßen der Bundesrepublik haben. Zur Förderung der Elektromobilität sowie Forschung und Entwicklung sei bereits eine Milliarde Euro investiert worden. Damit habe man eine solide Basis geschaffen. Doch angesichts der Verkaufszahlen bei den Stromern haben die Kritiker Recht. Die Förderung der Elektromobilität ist zu zaghaft.

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