US-Konzern vermutet Trendwende auf europäischem Neuwagenmarkt

Langsam scheint wieder Leben in den europäischen Fahrzeugmarkt zu kommen. Opel, vermutlich der Aufsteiger des Jahres, konnte im September erstmals seit langer Zeit wieder verkünden, dass die Marke Marktanteile zurückerobern konnte, statt welche zu verlieren. Zudem konnte der Fahrzeughersteller den ADAM im Segment an die Spitze der Verkaufsliste bringen und den Spitzenreiter VW Polo verdrängen. Auch das Oberklassesegment ist auf dem Weg der Besserung. Wurde Porsche beispielsweise als einer der wenigen Fahrzeughersteller von der Krise verschont, konnte Daimler Ende vergangener Woche einen Gewinnsprung bekannt geben.

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Der us-amerikanische Fahrzeughersteller sieht die Trendwende auf dem europäischen Markt gekommen Foto: © pan/pixelio.de

 

Auch us-amerikanische Hersteller melden Besserung

Doch nicht nur die europäischen Automarken scheinen einen Aufwind auf dem Markt zu spüren. Auch der us-amerikanische Fahrzeughersteller Ford konnte im dritten Quartal eine leichte Steigerung der Verkäufe auf dem europäischen Markt ausmachen. Die konzerninternen Sparmaßnahmen taten ihr Übriges. Der Aktienmarkt honorierte die Aussage der Ford-Finanzchefs Bob Shanks und ließ das Papier des Konzerns um zwei Prozentpunkte steigen.

Harte Sparmaßnahmen

Angesichts der hohen Verluste auf dem europäischen Markt entschloss sich Ford zu rigiden Maßnahmen, um Kosten einzusparen und die Produktion zu straffen. Insgesamt drei Werke in Großbritannien und Belgien wurden geschlossen, knapp 6.200 Jobs abgebaut. Wie sich nun zeigt, haben sich die harten Maßnahmen gelohnt. Der Vorsteuer-Verlust halbierte sich und sank auf 165 Millionen Euro. Im dritten Quartal konnte der Autobauer mit knapp 310.000 Fahrzeugen fünf Prozent mehr Autos verkaufen als im Vorjahreszeitraum, wobei die Klassiker Fiesta und Focus besonders begehrt waren.

Mitte des Jahrzehnts wieder profitabel

Selbst die Experten von Ford geben sich überrascht. Das Geschäft erholt sich schneller, als die bisherigen Analysen gezeigt haben. Damit werde der Verlust im gesamten Geschäftsjahr niedriger ausfallen als im Vorjahreszeitraum. Daher will der Fahrzeughersteller will dem noch wackeligen Markt in Europa nicht den Rücken kehren. Im Gegenteil. Der Konzern geht davon aus, dass das Geschäft in der Alten Welt ab Mitte des Jahrzehnts wieder profitabel sein wird. Außerhalb Europas ist der Konzern besser aufgestellt. Vor allem Geländewagen und Pick-Ups setzt der Fahrzeughersteller ab.

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