Vernetzung: VW-Chef fordert Datenschutz

Die Digitalisierung und Vernetzung der Fahrzeuge schreitet unaufhaltsam voran, was die Sicherheit steigern und den Fahrzeuginsassen einen höheren Komfort bringen soll. Doch viele Menschen sehen die Entwicklung eher kritisch, die Frage, was mit den gesammelten Daten geschehen soll und wer darauf zugreifen darf, ist bislang nicht geklärt. Neben den Datenschützern warnen nun auch die Fahrzeughersteller selbst und fordern Schutz vor einem Missbrauch der Daten.

 

Volkswagen Martin Winterkorn Vernetzung

Foto: © St.Kaczkowski/pixelio.de

Freiwillige Selbstverpflichtung zum Schutz der Kunden

Martin Winterkorn, der Chef des Fahrzeugherstellers Volkswagen, hat die Eröffnung der Cebit am Sonntag genutzt, um an das Pflichtbewusstsein der Autobauer zu appellieren, ihre Kunden vor dem Missbrauch ihrer Daten zu schützen. Die Fahrzeuge dürften nicht zu Datenkraken werden, so Winterkorn. Die Fahrzeughersteller müssten nun eine Allianz bilden, eine freiwillige Selbstverpflichtung eingehen, um die Kunden zu schützen. Big Data und mehr Sicherheit und Komfort seien zu befürworten. Doch es dürfe kein Big Brother und keine Bevormundung geben, so Winterkorn.

Merkel: Internationale Zusammenarbeit im Datenschutz

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich für den Schutz der Daten ein. Dies kann jedoch nicht national gelöst werden, sondern muss auf internationaler Ebene geschehen. Man stehe erst am Anfang, so Merkel am Sonntag. Ein erster Schritt sei eine Datenschutz-Grundverordnung auf europäischer Ebene. Der Fortschritt der Automobilindustrie erscheint auf den ersten Blick wie ein Segen. Die Fahrzeuge kommunizieren miteinander und warnen sich gegenseitig vor Gefahren, damit das Auto schneller darauf reagieren kann als der Fahrer. Doch die Daten gehen auch an große Rechenzentren der Fahrzeughersteller, die auf der Grundlage der Informationen ihre Fahrzeuge verbessern können. Auch die Versicherungen haben ein großes Interesse an bestimmten Informationen. Doch wer diese Daten wirklich nutzen darf, ist bislang nicht bekannt, es besteht eine Grauzone. Der gläserne Autofahrer droht.

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