Verschärfte Regeln für Drängler

Sie sind ein Ärgernis und ein Sicherheitsrisiko auf deutschen Autobahnen. Ungeduldige Drängler, die so dicht auffahren, dass sie die Geschwindigkeit auf dem Tacho ihres Vordermannes ablesen können. Diese nötigende Praktik wurde bislang schon geahndet. Doch nun wurde die Regelung noch weiter spezifiziert und verschärft.

 

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Für Drängler wird es künftig teurer Foto: © michael hirschka/pixelio.de

Konkret verhandelte das Oberlandesgericht Hamm den Fall eines 57-jährigen Autofahrers, der auf der Autobahn bei einem Tempo von 131 km/h über eine Distanz von mehr als 120 Metern lediglich einen Abstand von 25 Metern zum Vordermann einhielt. Laut Bußgeldkatalog müssen Fahrer ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h einen Abstand von mindestens einer halben Tacholänge einhalten.

Solange sich die Verletzung der Regel zeitlich in engen Grenzen hält, wie etwas bei einem Spurwechsel oder beim Abbremsen, stellt dies kein Problem dar. Sollte der Verstoß jedoch “nicht nur ganz vorübergehend sein”, droht ein empfindliches Bußgeld. Das Oberlandesgericht Hamm entschied nun, dass eine Drängelei ab drei Sekunden “nicht ganz vorübergehend” sei. Es sei von einem Fahrer zu verlangen, dass er innerhalb von drei Sekunden die Initiative ergreife, um den Abstand wieder zu vergrößern. Das Oberlandesgericht verurteilte den 57 Jahre alten Drängler zu einer Geldbuße von 180 Euro.

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