Viren in der Autobatterie

Brennende Elektroautos, kaum öffentliche Ladestationen, geringe Reichweiten der Fahrzeuge – der Markt der Elektroautos hat derzeit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dazu gehören auch zu schwere Batterien mit zu geringer Speicherkapazität. Um dies zu ändern, gehen Wissenschaftler momentan auch recht unorthodoxe Wege und machen verblüffende Entdeckungen.

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Die Biotechologie hält Einzug ins Fahrzeug

 

Viren als Kabelstränge

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sind sie ein gefährliches Ärgernis und jeder Mensch ist froh, sie los zu sein – Viren. Allerdings können die kleinen Quälgeister auch recht nützlich sein. Forscher haben mit einem neu entwickelten gentechnischen Verfahren das Erbgut des M13-Virus, das die Fähigkeit besitzt, Metalle wie Lithium und Palladium in wässrigen Lösungen zu binden, dahingehend verändert, dass die Viren in der Batterie eine Art Kabelstrang bilden.

Geringeres Gewicht, erhöhte Reichweite

Diese elektrisch leitfähigen Stränge sind dem Massachusetts Institute of Technologie (MIT) zufolge leichter als vergleichbare vom Menschen hergestellte Leitungen. Zudem soll die Speicherkapazität der Batterien durch die neue Technologie um 200 Prozent steigen. Dadurch und das geringe Gewicht könnte ein Akku, der lediglich eine Reichweite von 160 Kilometern ermöglicht, nun für eine Laufleistung von 550 Kilometern zur Verfügung stehen, ohne einmal aufgeladen zu werden.

Forschung läuft noch

Allerdings ist der Prozess noch nicht reif für den Markt, die Forscher arbeiten an der Verfeinerung des biotechnologischen Verfahrens. Hauptproblem ist, dass die dünnen Stränge zwar eine hohe Dichte aufweisen. Allerdings sind sie nicht stabil genug, um mechanische Einwirkungen auszuhalten. Schon bei leichten Erschütterungen reißen die Fäden, wodurch sich das Verfahren für ein Fahrzeugbauteil noch nicht eignet.

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