Weitere Prüfungen bei R1234f erforderlich

Lange Zeit war es ruhig um den Streit um das umstrittene Kältemittel R1234f, bei dem Daimler in Crashtests eine Brandgefahr festgestellt hatte. Zuletzt hatten die Bundesanstalt für Straßenwesen, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, das Bundesinstitut für Risikobewertung und der TÜV Rheinland Kraftfahrt GmbH eine groß angelegte Untersuchung unternommen.

 

Lizenzpflicht nach Clipdealer

Das Kraftfahrtbundesamt hat erneut in Zusammenarbeit mit anderen Ämtern die Entzündlichkeit des umstrittenen Kältemittels R1234f getestet Foto: © Torsten Rempt/pixelio.de

Fahrzeuge mit kleinen Motoren im Crashtest

Die besagten Institute führten Crashtests mit kleinvolumigen Benzinmotoren durch, die mit einem Turbolader ausgestattet waren. Der Grund für die Auswahl liegt darin, dass einerseits das umstrittene Kältemittel für diese Fahrzeuge zugelassen ist, zum anderen, da sie sich diese Antriebe durch ihr Motorkonzept besonders erhitzen. Die Tester erhitzten die Motoren der Fahrzeuge, die mit allen Flüssigkeiten gefüllt waren, auf Betriebstemperatur und führten die simulierten Unfälle mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h durch.

Zwei Entflammungen bei Teststufe 3

Bei der nachfolgenden Untersuchung stellten die Prüfer fest, dass zumeist der Kondensator bei den Unfällen Schäden davontrug. Auch Beschädigungen an anderen Bauteilen, die Kältemittel beinhalten, konnten festgestellt werden. In den Teststufen 1 und 2 konnten keine Entflammungen festgestellt werden. In Stufe 3, der Sicherheitsstufe, die der Risikoabschätzung diente und bei der auch Bauteile untersucht wurden, die dem Crash zwar standgehalten haben, jedoch bei Alterung oder einer höheren Unfallgeschwindigkeit dennoch zu Schaden kommen können, kam es bei zwei der vier getesteten Fahrzeuge zu Entflammungen im Motorraum. Bei den beiden anderen Fahrzeugen gab es jedoch eine recht hohe Flourwasserstoffkonzentration in den Motorräumen. Die Innenräume waren jedoch zu keiner Zeit betroffen.

KBA legt weitere Tests nahe

Das Fazit des Kraftfahrtbundesamtes ist, dass durch den Einsatz des umstrittenen Kältemittels R1234f das generelle Sicherheitsniveau abgesenkt werde, wodurch die EU durch ihre Forderung an die Fahrzeughersteller, dieses Kältemittel zu benutzen, ihren eigenen Zielen zur Absenkung von Gefahren im Straßenverkehr widerspreche. Beim alten Mittel R134a, das Daimler verwendete und wofür der Fahrzeughersteller gerügt wurde, soll es nicht zu kritischen Vorfällen gekommen sein. Aus diesem Grund legt das KBA nahe, das Kältemittel weiter zu prüfen und seine Auswirkungen unter verschiedenen Bedingungen zu untersuchen.

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